Ablauf eines Mandats: vom Briefing bis zur Platzierung
1. Erstgespräch und Auftragsklärung
Wir klären, welches unternehmerische Ziel die Pressearbeit stützen soll: Markteinführung, Expansion, eine Studie, ein Innovationsprojekt oder der kontinuierliche Aufbau von Sichtbarkeit in Fachmedien. Parallel prüfen wir, ob genügend belastbare Themen vorhanden sind. Nicht jedes Vertriebsargument trägt eine redaktionelle Geschichte, und diese Unterscheidung gehört an den Anfang, nicht in den dritten Monat.
2. Briefing und Bestandsaufnahme
Erfasst werden Geschäftsmodell und Marktumfeld, Produkte und Alleinstellungsmerkmale, die fachliche Expertise im Haus, vorhandene Daten, Studien und Fallbeispiele, bisherige Pressearbeit und Medienkontakte, freigabeberechtigte Personen, mögliche Sprecherinnen und Sprecher sowie Themen, die nicht kommuniziert werden dürfen. Ebenso wichtig sind die Abläufe: Wer beantwortet fachliche Rückfragen? Wie schnell sind Freigaben möglich? Welche Aussagen benötigen eine rechtliche Prüfung? Bei einer kurzfristigen Redaktionsanfrage entscheidet der Freigabeweg darüber, ob die Gelegenheit genutzt wird.
3. Themenarchitektur und Redaktionsplan
Aus dem Briefing entsteht ein Redaktionsplan, der je Thema festhält: Zielmedien, journalistischer Aufhänger, benötigte Unterlagen, fachliche Quelle im Unternehmen, Zeitpunkt für Ansprache und Nachverfolgung sowie erforderliche Freigaben. Neben Unternehmensmeldungen nutzen wir fachliche Einordnungen, Marktentwicklungen, Daten, saisonale Anlässe und kommentierbare Branchenthemen. Der Plan schafft Verbindlichkeit, bleibt aber anpassbar, denn Nachrichtenlagen lassen sich nicht Monate im Voraus fixieren.
4. Auswahl der Redaktionen und Fachmedien
Ein großer Verteiler ist kein Qualitätsmerkmal. Maßgeblich ist die Passung von Thema, Medium, Ressort und Ansprechpartner. Wir strukturieren die Auswahl nach Themenfeldern, Branchen, Zielgruppen und redaktionellen Formaten; je nach Mandat gehören Fachportale, Wirtschaftsredaktionen, regionale Medien, Branchenpublikationen, Podcasts oder redaktionell betreute Newsletter dazu. Vor jeder Ansprache prüfen wir, ob das Thema zur bisherigen Berichterstattung und zum Aufgabenbereich des Kontakts passt. Das reduziert Streuverluste und schützt Ihr Unternehmen vor einer Kommunikation, die bei Redaktionen als irrelevant ankommt.
5. Pitch, Unterlagen und Freigabe
Nicht jede Geschichte braucht eine klassische Pressemitteilung. Oft wirkt ein kurzer, individuell formulierter Pitch besser; in anderen Fällen sind Presseinformation, Datenblatt, freigegebene Zitate oder Bildmaterial nötig. Aussagen, Fakten und Zitate werden vor dem Versand mit Ihnen abgestimmt, schnell genug, um redaktionelle Fristen zu halten.
6. Ansprache und Nachverfolgung
Nach der Freigabe erfolgt die gezielte Kontaktaufnahme und eine angemessene Nachverfolgung, kein wiederholtes Drängen. Zeigt eine Redaktion Interesse, koordiniert ONMA die nächsten Schritte: zusätzliche Informationen, ein Interview, ein Expertengespräch oder weitere Belege. Die journalistische Entscheidung inklusive Überschrift, Aufbau und Schwerpunkt bleibt immer bei der Redaktion.
7. Auswertung und nächster Themenzyklus
Dokumentiert werden Aktivitäten, Rückmeldungen und Veröffentlichungen. Ausgewertet wird nicht nur die Zahl der Platzierungen, sondern ihre Qualität: Wurde das Unternehmen im passenden fachlichen Zusammenhang genannt? Ist die gewünschte Expertise erkennbar? Passt das Medium zur vereinbarten Zielgruppe? Sind neue redaktionelle Kontakte entstanden? Welche Themenansätze werden fortgeführt, welche beendet? Diese Erkenntnisse fließen in den nächsten Redaktionsplan ein. So entsteht keine Folge isolierter Presseaktionen, sondern eine lernende Medienarbeit.