Die Rechnung, die vor der Kampagne kommt
Bevor irgendjemand ein Konto anlegt, gehören vier Zahlen auf einen Zettel. Sie stehen in Ihrer eigenen Praxissoftware, nicht in einer Branchenstudie.
Erstens der Deckungsbeitrag pro Termin. Nicht der Preis. Der Preis abzüglich der Kosten, die dieser Termin auslöst: Therapeutenzeit, Raumbelegung, Material, anteilige Verwaltung. Bei einer Privatleistung liegt dieser Wert häufig um ein Vielfaches über dem einer Verordnungseinheit, weil der Preis frei kalkuliert ist und die Zeit oft besser genutzt wird.
Zweitens der Serienwert. Kaum jemand kommt einmal. Eine osteopathische Behandlung zieht typischerweise zwei bis vier Folgetermine nach sich, eine Massage kann in ein Abonnement münden. Der wirtschaftlich relevante Wert eines gewonnenen Patienten ist der Deckungsbeitrag mal der durchschnittlichen Terminzahl. Diese Zahl kennt Ihre Software, sie ist der Unterschied zwischen einer Kampagne, die sich rechnet, und einer, die es knapp nicht tut.
Drittens die Abschlussquote vom Klick zum Termin. Sie ist das Produkt aus zwei Quoten: wie viele Klicks zu einer Anfrage werden und wie viele Anfragen zu einem gehaltenen Termin. Der zweite Faktor liegt nicht bei Google, sondern an Ihrem Empfang. Eine Praxis, die Anrufe zwischen zwölf und vierzehn Uhr nicht annimmt, verliert dort mehr Budget als in jeder Gebotseinstellung.
Viertens der zumutbare Klickpreis. Er ergibt sich aus den ersten drei Zahlen. Serienwert mal Abschlussquote ergibt den Ertrag pro Klick. Wenn Sie davon die Hälfte als Marge behalten wollen, kennen Sie Ihr Maximalgebot. Liegt der Marktpreis für den Klick darüber, ist dieses Suchwort für diese Praxis nicht bezahlbar, und zwar unabhängig davon, wie gut die Anzeige geschrieben ist.
Diese vier Zahlen sind die eigentliche Entscheidungsgrundlage. Alles, was danach kommt, ist Handwerk.






