Zielgebiete nach Ortschaften statt nach Kilometern
Statt eines Kreises arbeiten wir mit einer Liste. Jede relevante Ortschaft wird als eigener Zielstandort angelegt, benannt oder als eng gefasste Fläche um den jeweiligen Siedlungskern. Das Ergebnis ist kein zusammenhängendes Gebiet, sondern ein Muster aus einzelnen Punkten, und genau so ist die Wedemark auch tatsächlich gebaut.
Drei Effekte zeigen sich sofort. Die Gemeindegrenze wird zur bewussten Entscheidung: Was südlich davon liegt, kommt nur hinein, wenn Sie es ausdrücklich hinzufügen, nicht als Nebenwirkung eines zu groß gezogenen Kreises. Die unbesiedelten Flächen zwischen den Orten verschwinden aus der Ausrichtung, ohne dass Sie dafür den Zuschnitt insgesamt verkleinern müssten. Und jede Ortschaft wird im Standortbericht einzeln sichtbar, statt in einem Durchschnittswert über die gesamte Gemeinde zu verschwinden, der bei siebzehn ungleichen Orten ohnehin wenig darüber aussagt, wo Ihr Budget tatsächlich gewirkt hat.
Nicht alle 17 Ortschaften müssen von Anfang an im Konto stehen. Ein sinnvoller Einstieg orientiert sich daran, wohin Sie tatsächlich liefern oder fahren, und an den Achsen, an denen sich Bewegung bündelt. Die S-Bahn-Linie S4 verbindet Bennemühlen, Mellendorf und Bissendorf mit dem Hannoveraner Hauptbahnhof, und diese drei pendlernahen Orte zeigen erfahrungsgemäß ein anderes Suchverhalten als die abseits gelegenen Ortschaften. Dass ein einzelner Ortsteil überproportional viel Suchvolumen ziehen kann, zeigt sich an Wennebostel, wo der Audiospezialist Sennheiser seinen Stammsitz hat. Solche Unterschiede sind der eigentliche Grund, Ortschaften getrennt zu führen, statt sie zu einem großen Gebiet zu verschmelzen und diese Unterschiede damit unsichtbar zu machen.






