Welche Suchanfrage über welchen Zugang läuft
Die Allokation entscheiden wir pro Suchanfrage, nicht pro Kanal. Fünf Fragen führen zur Zuordnung:
Wo steht die Website heute für diese Anfrage? Eine Anfrage, für die Sie auf Position 3 ranken, braucht kein Gebot. Eine Anfrage, für die Sie in den Suchergebnissen gar nicht auftauchen, gewinnen Sie organisch nicht innerhalb eines Quartals. Der Status quo bestimmt den Startpunkt.
Wie eilig ist der Umsatz? Der bezahlte Zugang liefert am Tag der Freigabe Klicks. Der organische Zugang liefert später, dafür ohne Klickpreis pro Besuch. Beides ist legitim, nur nicht austauschbar.
Was trägt ein Abschluss? Im Suchnetzwerk wird nach Klicks abgerechnet, und der tatsächliche Klickpreis liegt in der Regel unter dem maximalen Gebot, weil nur so viel gezahlt wird, wie zum Übertreffen des nächstplatzierten Mitbewerbers nötig ist. Entscheidend ist trotzdem der Deckungsbeitrag: Wenn ein Abschluss 80 Euro trägt und der Weg dorthin über Klicks teurer wird, gehört die Anfrage nicht ins Konto, sondern in die Website.
Wie stabil ist die Nachfrage? Saisonspitzen und einmalige Anlässe bedient der bezahlte Zugang besser, weil er sich in Tagen an- und abschalten lässt. Dauerhafte Nachfrage rechtfertigt organische Arbeit, weil sich der Aufwand über Jahre verteilt und jeder weitere Klick nichts mehr kostet.
Wie kommerziell ist die Anfrage? Anfragen mit klarer Kaufabsicht verkraften einen Klickpreis. Anfragen, bei denen jemand erst versteht, worum es geht, selten. Für die Informationsphase ist der organische Zugang fast immer der wirtschaftlichere.






