Zwei Suchsituationen, ein Betrieb
Menschen suchen einen Handwerksbetrieb aus zwei sehr verschiedenen Ausgangslagen heraus. Beide können dasselbe Gewerk betreffen und verlangen trotzdem unterschiedliche Inhalte.
Der akute Fall. Ein Rohr ist undicht, die Heizung bleibt kalt, ein Fehlerstromschutzschalter fällt wiederholt. Die suchende Person kennt die Ursache meist nicht und beschreibt das Symptom, nicht die Leistung. Sie entscheidet in Minuten, prüft vor allem drei Dinge (Übernimmt der Betrieb so etwas? Kommt er hierher? Wie schnell meldet er sich?) und bricht bei jedem zusätzlichen Klick eher ab. Der Wortschatz dieser Suchen ist Problemsprache, nicht Fachsprache.
Das geplante Vorhaben. Eine Badsanierung, ein Heizungstausch, eine Dachmodernisierung oder das Einbringen von Estrich entsteht über Wochen oder Monate. Hier wird verglichen: Leistungsumfang, Ablauf, Voraussetzungen am Objekt, Ausführungsvarianten, Referenzen. Die Anfrage darf ausführlich sein, sie muss nicht am selben Tag beantwortet werden, und sie kommt von jemandem, der sich in der Zwischenzeit Fachbegriffe angelesen hat.
Eine einzelne Übersichtsseite mit einer langen Leistungsliste bedient keine der beiden Situationen richtig. Sie ist für den Notfall zu langsam und für das Bauvorhaben zu flach.






