Website erstellen lassen: So entsteht Ihre neue Unternehmenswebsite
Sie erfahren, was zum Lieferumfang gehört, wie Ihre Website in fünf Schritten entsteht und welche Texte, Bilder und Zugänge wir dafür von Ihnen brauchen.

Rund 3.600 Mal im Monat wird in Deutschland danach gesucht, eine Website erstellen zu lassen, bei einem Klickpreis von 23,06 Euro in der Suchmaschinenwerbung. Beide Zahlen sagen dasselbe: Das ist kein Impulsklick, sondern ein bewusst recherchierter Auftrag, der Geld kostet und der sitzen soll. Diese Seite beschreibt genau diesen Auftrag. Sie erfahren, was zum Lieferumfang gehört, in welchen fünf Schritten Ihre Website entsteht, was wir dafür von Ihnen brauchen, wie lange das dauert und worauf Sie bei Vertrag, Nutzungsrechten und der Auswahl einer Agentur in Hannover achten sollten.
Machen lassen statt selbst bauen
Technisch kann heute jeder eine Website zusammenklicken. Die Frage ist nicht, ob Sie es könnten, sondern was es Sie kostet. Beim Selbstbau zahlen Sie mit Arbeitszeit: Struktur überlegen, Texte schreiben, Bilder aufbereiten, rechtliche Pflichtseiten recherchieren, Domain und Hosting einrichten, und das alles neben dem Tagesgeschäft. Erfahrungsgemäß bleibt genau deshalb ein großer Teil dieser Projekte unfertig liegen, und die halbe Baustelle steht monatelang online.
Wenn Sie Ihre Website erstellen lassen, geben Sie vor allem zwei Dinge ab: die Umsetzung und die Verantwortung für Termin und Ergebnis. Sie liefern das Wissen über Ihr Unternehmen, wir liefern Struktur, Handwerk und einen verbindlichen Zeitplan. Ohne Sie entsteht die Website trotzdem nicht. Was von Ihrer Seite nötig bleibt, steht weiter unten unter Mitwirkung.
Was zum Lieferumfang gehört
Ein sauberes Angebot benennt den Umfang in Stück und Leistung, nicht in Schlagworten. Typisch für eine neue Unternehmenswebsite sind:
- ein abgestimmter Seitenplan, meist Startseite, Leistungsseiten, Über uns und Kontakt
- Aufbereitung Ihrer Texte oder Texterstellung nach Ihren Stichpunkten, je nach Vereinbarung
- Einbindung Ihrer Bilder inklusive Zuschnitt und Bildunterschriften
- Kontaktmöglichkeiten, also Formular, Telefonnummer und Anfahrt
- Impressum und Datenschutzerklärung
- Einrichtung von Domain, Hosting und E-Mail-Postfächern
- Tests vor der Veröffentlichung
- Übergabe mit allen Zugangsdaten und einer Einweisung in die Pflege
Genauso wichtig ist die Gegenliste: Was wird separat beauftragt? Das betrifft meist professionelle Fotos, Rechtsberatung, Übersetzungen und Seiten, die erst im Projektverlauf dazukommen. Steht das nicht im Angebot, wird es später zur Diskussion.
Die beiden Rechtstexte sind dabei kein Extra. Geschäftsmäßig betriebene Websites brauchen ein vollständiges Impressum, seit dem 14. Mai 2024 nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, das dort § 5 TMG abgelöst hat. Und nach Art. 13 DSGVO müssen Sie Ihre Besucher über die Verarbeitung personenbezogener Daten informieren. Eine Datenschutzerklärung gehört deshalb in den Lieferumfang, nicht in die Nachbesserung. Wer sie als kostenpflichtige Zusatzleistung anbietet, zeigt Ihnen damit bereits, wie später abgerechnet wird.
Der Ablauf in fünf Schritten
1. Erstgespräch und Angebot
Wir klären, was die Website leisten soll: Anfragen, Bewerbungen, Vertrauen vor dem ersten Anruf. Dazu kommen Zielgruppe, vorhandenes Material und ein grober Terminwunsch. Daraus entsteht ein schriftliches Angebot mit Seitenzahl, Leistungen, Mitwirkungspflichten, Korrekturschleifen, Zahlungsbedingungen und Termin. Solange dieses Papier nicht steht, ist nichts beauftragt, und Sie können in Ruhe vergleichen.
2. Struktur und Inhaltsplan
Bevor gestaltet wird, steht fest, welche Seiten es gibt, welche Frage jede Seite beantwortet und in welcher Reihenfolge ein Besucher liest. Eine Leistungsseite beantwortet andere Fragen als eine Über-uns-Seite oder der Kontaktbereich. Dieser Plan ist der wichtigste Schritt des Projekts, denn hier lassen sich Änderungen in Minuten erledigen, später nur noch in Tagen.
3. Entwurf und Abstimmung
Sie sehen einen Entwurf der Startseite und einer Unterseite, mit echten Inhalten statt Blindtext. Blindtext sieht gut aus, zeigt aber nicht, ob Überschriften, Textlängen und Inhalte zusammenpassen. Sie geben gebündelt Rückmeldung, wir arbeiten sie ein. Die Zahl der Korrekturschleifen steht im Angebot, damit beide Seiten wissen, wann eine Runde abgeschlossen ist.
4. Umsetzung und Befüllung
Der freigegebene Entwurf wird auf alle Seiten übertragen, Texte und Bilder eingepflegt, Formulare und Verlinkungen getestet, Ladezeiten und Darstellung auf Telefon und Rechner geprüft. Parallel richten wir Domain, Hosting und Postfächer ein, sofern das Teil des Auftrags ist. Dabei steht früh fest, welche Verträge direkt auf Ihr Unternehmen laufen und welche Zugänge wir nur verwalten.
5. Abnahme und Livegang
Sie prüfen die Seite auf einer Vorschauadresse: Namen, Kontaktdaten, Leistungen, Bilder, Pflichtangaben. Mängel werden behoben, zusätzliche Wünsche getrennt dokumentiert. Nach Ihrer schriftlichen Freigabe schalten wir live, melden die Seite bei Google an und übergeben Zugänge und Einweisung. Ab hier beginnt der laufende Betrieb mit Updates, Backups und Pflege, den wir auf der Seite zur Website-Wartung getrennt beschreiben.
Was wir von Ihnen brauchen
Der Zeitplan hängt fast nie an der Technik, sondern an Zulieferungen. Planen Sie diese Punkte fest in Ihren Kalender ein:
- Inhalte: Texte, Rohfassungen oder wenigstens Stichpunkte zu Ihren Leistungen, Abläufen und typischen Kundenfragen. Wer am Ende schreibt, wird im Angebot festgehalten.
- Bilder: eigene Fotos oder lizenzierte Aufnahmen. Bilder aus einer Suchmaschine sind keine Bilder, die Sie verwenden dürfen.
- Zugänge: Domainverwaltung, Hosting, gegebenenfalls bestehende Konten für Analyse oder Ihr Unternehmensprofil.
- Erscheinungsbild: Logo in guter Qualität, Farben und Schriften, falls vorhanden.
- Pflichtangaben: korrekte Firmen- und Kontaktdaten für Impressum und Rechnungen.
- Einen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis und Rückmeldungen innerhalb der vereinbarten Frist.
Diese Liste klingt banal, entscheidet aber über die Projektdauer. Eine Website, die auf Bilder wartet, steht still, egal wie schnell die Agentur arbeitet. Deshalb gehört ins Angebot, wer welches Material bis wann liefert.
Wie lange dauert eine neue Website
Die am Markt angebotenen Umsetzungszeiten reichen von Ein-Tages-Formaten mit acht Stunden bis zu rund zehn Werktagen für eine Standard-Website. Diese Zahlen gelten für Projekte, bei denen Inhalte und Bilder vollständig vorliegen, Entscheidungen sofort fallen und eine Vorlage nur befüllt wird. Individuelle Auftritte mit eigenen Texten, eigenen Fotos und mehreren Abstimmungsrunden dauern entsprechend länger, meist einige Wochen.
Rechnen Sie ehrlich: Zur reinen Produktionszeit kommt Ihre eigene Zeit für Freigaben. Wer Rückmeldungen bündelt und innerhalb weniger Tage gibt, verkürzt das Projekt stärker als jede Technik es könnte.
Vertrag und Nutzungsrechte
Der wichtigste Satz in jedem Webprojekt steht im Urheberrecht: Sie erhalten an Design und Code nur die Nutzungsrechte, die Ihnen vertraglich ausdrücklich eingeräumt werden, so § 31 UrhG. Ohne schriftliche Regelung bleibt offen, ob Sie die Website weiterverwenden, selbst ändern oder zu einem anderen Anbieter umziehen dürfen.
Achten Sie deshalb darauf, dass folgende Punkte schriftlich fixiert sind:
- Leistungsumfang, Seitenzahl und Anzahl der Korrekturschleifen
- Termine, Mitwirkungspflichten und was bei Verzug auf beiden Seiten passiert
- Fälligkeit von Teilzahlungen und Schlusszahlung
- Umfang der Nutzungsrechte an Design, Texten und Bildern
- Umgang mit lizenzierten Bildern und Schriften nach Projektende
- wem Domain und Hostingvertrag gehören, idealerweise Ihnen
- was bei Beendigung der Zusammenarbeit mit Daten und Zugängen geschieht
Domain und Hosting sollten immer auf Ihren Namen laufen. Das ist der Unterschied zwischen einem Anbieterwechsel an einem Nachmittag und einem Wechsel mit Anwalt.
Woran Sie eine passende Agentur in Hannover erkennen
Prüfen Sie Anbieter an nachvollziehbaren Merkmalen, nicht am Auftreten:
- Vor dem Angebot werden konkrete Fragen zu Zielen und Inhalten gestellt.
- Das Angebot benennt Leistungen und Stückzahlen statt Pauschalworte.
- Die Nutzungsrechte sind geregelt, ohne dass Sie danach fragen müssen.
- Domain und Zugänge werden auf Ihren Namen angelegt.
- Der Termin ist begründet und mit Ihren Lieferfristen verbunden, nicht nur zugesagt.
- Es gibt einen festen Ansprechpartner und einen erreichbaren Weg zu ihm.
- Impressum und Datenschutzerklärung sind selbstverständlicher Bestandteil des Angebots.
Der regionale Vorteil in Hannover liegt in kurzen Wegen: ein Termin vor Ort statt einer Videokonferenz, ein Fototermin in Ihren Räumen, jemand, der den lokalen Wettbewerb kennt. Für Handwerksbetriebe, Praxen, Kanzleien und Dienstleister mit Einzugsgebiet ist das kein Beiwerk, sondern die Grundlage dafür, dass die Website bei lokalen Suchanfragen überhaupt eine Rolle spielt. Ein Vorteil bleibt die Nähe allerdings nur, wenn Leistungsumfang und Vertrag ebenfalls überzeugen.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Der Marktpreis für eine professionell erstellte Website reicht 2026 von rund 1.500 Euro für einfache Projekte bis etwa 20.000 Euro für umfangreiche Auftritte. Festpreis-Pakete für kleine Websites starten am deutschen Markt bereits bei 399 bis 799 Euro, was die große Spanne zwischen Baukasten-Paket und individueller Umsetzung erklärt. Dazu kommen laufende Kosten von etwa 100 bis 500 Euro monatlich für Hosting, Pflege und Betrieb. Die genaue Aufschlüsselung finden Sie auf unserer Seite zu den Kosten einer Website.
Muss ich die Texte selbst schreiben? Nein, aber Sie müssen liefern, was nur Sie wissen: Leistungen, Abläufe, Besonderheiten und die Fragen, die Ihre Kunden immer wieder stellen. Ob daraus wir oder Sie den fertigen Text machen, wird im Angebot festgelegt und wirkt sich auf Preis und Dauer aus.
Wann gilt die Website als fertig? Wenn die vereinbarten Leistungen umgesetzt sind, gemeldete Mängel behoben wurden und Sie die Inhalte abgenommen haben. Zusätzliche Seiten und nachträgliche Änderungswünsche sind davon zu trennen und werden separat beauftragt.
Kann ich später die Agentur wechseln? Das hängt an Vertrag und Übergabe. Wenn Domain und Hosting auf Ihr Unternehmen laufen, die Nutzungsrechte nach § 31 UrhG schriftlich eingeräumt sind und Sie alle Zugänge besitzen, ist ein Wechsel eine Formsache.
Was passiert nach dem Livegang? Die Website braucht Updates, Backups und regelmäßige Kontrolle. Diesen laufenden Betrieb behandeln wir getrennt vom Erstellungsauftrag, damit Sie beides einzeln entscheiden können und kein Pflegevertrag still im Erstellungspreis versteckt ist.
