ONMA Webdesign Hannover

Website Relaunch in Hannover: migrieren, ohne Rankings, Daten und Anfragen zu verlieren

Wir planen Ihren Relaunch in Hannover mit Audit, komplettem URL-Mapping, Tests vor dem Go-live und Monitoring danach, damit Sichtbarkeit und Anfragen bleiben.

Nahaufnahme einer Laptop-Tastatur, darüber blau eingefärbter HTML-Quelltext

Ein Relaunch ist kein Neuanfang, sondern eine Übergabe. Ihre bestehende Website hat über Jahre etwas aufgebaut: indexierte URLs, Rankings für Suchanfragen mit echtem Geschäftswert, eingehende Verlinkungen, gewachsene Inhalte, funktionierende Formulare und eine Messung, die zeigt, woher Anfragen kommen. Genau das steht in dem Moment auf dem Spiel, in dem das Altsystem abgelöst wird.

Wir begleiten Unternehmen in Hannover bei diesem Übergang. Der Schwerpunkt liegt nicht darauf, wie die neue Website aussieht, sondern darauf, wie sie ohne Substanzverlust an die Stelle der alten tritt. Dafür erfassen wir den Bestand, planen die Migration, ordnen alte und neue URLs einander zu, prüfen jede geschäftskritische Funktion vor der Veröffentlichung und beobachten die Website danach so lange, bis der Übergang stabil ist.

Der Maßstab ist deshalb nicht die Startseite am Tag des Go-live. Der Maßstab sind Sichtbarkeit, Datenqualität und Anfragen vier bis acht Wochen danach.

Zwei Arten von Relaunch, zwei Risikoprofile

Bevor irgendetwas geplant wird, muss eine Frage beantwortet sein: Ändern sich die URLs oder nicht? Google unterscheidet Website-Umzüge mit sichtbaren URL-Änderungen ausdrücklich von reinen Infrastruktur- oder Hostingwechseln ohne URL-Änderung. Beide Fälle brauchen eine kontrollierte Vorbereitung, aber sie scheitern an unterschiedlichen Stellen.

Ändern sich Adressen, etwa durch eine neue Seitenstruktur, zusammengeführte Inhalte oder einen Domainwechsel, entscheidet die Vollständigkeit der Weiterleitungen über das Ergebnis. Jede alte URL, die niemand erfasst hat, ist eine URL, deren Sichtbarkeit niemand mitnimmt.

Bleiben die Adressen gleich und wechselt nur die Umgebung, verschiebt sich das Risiko in die Technik: Erreichbarkeit, Zertifikate, Serverantworten, Crawlbarkeit. Google empfiehlt hier ausdrücklich zu prüfen, ob der Googlebot die neue Infrastruktur überhaupt erreichen kann und ob versehentliche noindex-Angaben oder Sperren in der robots.txt vor dem Start entfernt wurden. Solche Sperren stammen fast immer aus der Entwicklungsumgebung und fallen ohne gezielte Kontrolle wochenlang nicht auf.

Viele Projekte sind eine Mischung aus beidem. Dann gilt beides.

Was ein Relaunch gefährdet, wenn er ungeplant startet

Die Werte einer bestehenden Website werden meist erst sichtbar, wenn sie fehlen. Vor der Migration erfassen wir deshalb systematisch, was übertragen werden muss:

  • indexierte und organisch sichtbare URLs
  • Inhalte mit relevanten Rankings, Zugriffen und Anfragen
  • interne Verlinkung und eingehende Links von außen
  • bereits bestehende Weiterleitungen aus früheren Umbauten
  • Seitentitel, Beschreibungen und Überschriftenstruktur
  • Canonical-Angaben, Indexierungsregeln und strukturierte Daten
  • Formulare, Anruflinks, Terminwege und andere Kontaktpunkte
  • Tracking-Einbindung, Ereignisse und Conversion-Messung
  • angebundene Systeme und die Datenflüsse dazwischen

Daraus entsteht ein Migrationsplan mit drei Kategorien: unverändert übernehmen, gezielt verbessern, bewusst entfernen. Nicht jede alte Seite muss bleiben. Dünne, doppelte oder veraltete Inhalte dürfen zusammengeführt oder gestrichen werden. Diese Entscheidung fällt aber auf Basis von Daten und nicht deshalb, weil eine Seite im neuen Navigationskonzept keinen Platz mehr findet.

Unser Ablauf für einen kontrollierten Relaunch

1. Audit des Altsystems

Am Anfang steht ein vollständiger Crawl der bestehenden Website: erreichbare URLs, Statuscodes, Seitenstruktur, Metadaten, interne Links, vorhandene Weiterleitungen und technische Einstellungen. Ergänzend werten wir vorhandene Analysedaten und die Google Search Console aus, sofern Zugänge bestehen.

So wird sichtbar, welche Seiten Sichtbarkeit erzeugen, welche Inhalte tatsächlich genutzt werden und welche URLs an Anfragen beteiligt sind. Der Audit ist zugleich der Vergleichsmaßstab für die spätere Abnahme. Ohne ihn lässt sich nach dem Go-live nur feststellen, dass die Website funktioniert, aber nicht, ob sie vollständig ist.

2. Zielstruktur und Migrationsumfang festlegen

Auf dieser Grundlage entsteht die künftige Struktur. Wir legen fest, welche URLs bestehen bleiben, welche sich ändern, welche Inhalte zusammengeführt werden und welche entfallen.

Früh geklärt werden außerdem Domainstruktur, Subdomains, Zielumgebung, Zertifikate und benötigte Schnittstellen. Welches System dahinter arbeitet, ist für die Migration zweitrangig. Entscheidend ist, dass sich alle relevanten Inhalte, Funktionen und Signale darin vollständig abbilden lassen. Am Ende steht ein abgestimmter Plan mit Verantwortlichkeiten, Prüfpunkten und einem realistischen Termin für die Veröffentlichung.

3. URL-Mapping und Redirect-Konzept

Bei geänderten URLs empfiehlt Google, vor dem Umzug eine vollständige Zuordnung der bisherigen URLs zu den jeweils passenden neuen URLs zu erstellen. Genau das ist das Kernstück der Migration.

Jede bisher relevante Adresse bekommt ein inhaltlich passendes Ziel. Eine Sammelweiterleitung aller entfallenen Seiten auf die Startseite ist keine Lösung, sondern nur eine Vermeidung der Arbeit. Wir prüfen zusätzlich bestehende Weiterleitungsketten, Schreibvarianten mit und ohne abschließenden Schrägstrich, Protokoll- und Hostvarianten sowie Pfade mit Parametern. Ziel sind eindeutige, direkte Weiterleitungen ohne Zwischenstationen.

4. Inhalte und SEO-Signale übertragen

Inhalte werden nicht ungeprüft kopiert und nicht beiläufig neu geschrieben. Themen, Suchintentionen und inhaltliche Schwerpunkte bleiben erhalten, ergänzt um die Verbesserungen, die der Audit begründet hat.

Übertragen werden auch die Signale um den Text herum: Titel, Überschriftenhierarchie, interne Verlinkung, Canonical-Angaben, Indexierungsregeln, Bildinformationen und strukturierte Daten. Besondere Vorsicht gilt bei Seiten, die bereits für geschäftlich relevante Suchanfragen gefunden werden. Dort ändern wir URL, Inhalt und Verlinkung nicht gleichzeitig und nicht ohne Anlass.

5. Tracking und Lead-Wege absichern

Eine Website kann nach dem Relaunch vollständig aussehen und trotzdem blind sein. Deshalb ist die Messung ein eigener Prüfbereich mit eigener Abnahme.

Google Analytics erfasst nur Seiten, auf denen der Google-Tag korrekt eingebunden ist. Vor dem Go-live kontrollieren wir daher die Einbindung auf allen Seitentypen und die verwendete Measurement-ID. Ebenso werden die vereinbarten Ereignisse und Conversions geprüft, etwa abgesendete Formulare, Klicks auf Telefonnummern oder ausgelöste Downloads.

Formulare testen wir mit realistischen Fällen: Pflichtfelder, Fehlermeldungen, Bestätigungsseite, Benachrichtigung an die richtigen Empfänger und die tatsächliche Zustellung. Auch der Einwilligungsdialog gehört dazu, weil er darüber entscheidet, ob Tags überhaupt ausgeführt werden.

6. Technische Abnahme vor dem Go-live

Die neue Website wird zunächst in einer geschützten Umgebung geprüft, und zwar über alle wesentlichen Seitentypen hinweg statt an einzelnen Musterseiten. Zur Abnahme gehören:

  • Erreichbarkeit und korrekte Statuscodes
  • Indexierungsregeln, robots.txt und Canonical-Angaben
  • Weiterleitungen gegen das vollständige URL-Mapping
  • interne Links und Navigationswege
  • XML-Sitemap und deren Inhalt
  • Formulare, Ereignisse und Tag-Ausführung
  • Fehlerseiten und fehlende Ressourcen
  • Ladeverhalten und technische Leistungswerte

Auch die Core Web Vitals fließen ein. Sie umfassen LCP für die Ladeleistung, INP für die Reaktionsfähigkeit und CLS für die visuelle Stabilität. Als gute Orientierungswerte nennt Google einen LCP bis 2,5 Sekunden, einen INP unter 200 Millisekunden und einen CLS unter 0,1. Diese Werte garantieren keine Rankings, decken aber technische Schwachstellen auf, solange sie sich noch ohne Zeitdruck beheben lassen.

7. Go-live nach Ablaufplan

Für die Veröffentlichung gibt es einen schriftlichen Ablauf: welche Schritte in welcher Reihenfolge erfolgen, wer freigibt und wie im Fehlerfall zurückgesteuert wird.

Nach der Umstellung crawlen wir die Live-Website und gleichen das Ergebnis mit dem Migrationsplan ab. Interne Links werden auf die neuen Zieladressen aktualisiert, und eine Sitemap mit den neuen URLs wird in der Google Search Console eingereicht. Beides empfiehlt Google nach einem Website-Umzug ausdrücklich, weil es die Erfassung der neuen Struktur beschleunigt. Formulare und Tracking werden im Live-Betrieb erneut getestet, nicht nur in der Testumgebung.

Monitoring nach der Veröffentlichung

Mit dem Go-live beginnt die Phase, in der sich zeigt, ob die Migration gehalten hat. In den folgenden Wochen beobachten wir:

  • Crawling und Indexierung der wichtigen Seiten
  • nicht gefundene URLs und fehlerhafte Weiterleitungen
  • Zugriffe auf alte Adressen und deren Verlauf
  • Entwicklung der organischen Zugriffe und der zentralen Rankings
  • Formularübermittlungen und Conversion-Messung
  • Serverantworten und technische Fehler

Dabei ist Geduld Teil der Methode. Google weist darauf hin, dass die Sichtbarkeit während einer Migration vorübergehend schwanken kann und die Verarbeitung bei kleinen bis mittelgroßen Websites mehrere Wochen dauern kann. Eine Bewegung in der ersten Woche ist deshalb noch kein Befund. Die Aufgabe besteht darin, normale Verarbeitungszeit von echten Fehlern zu unterscheiden, statt vorschnell an der neuen Website zu drehen.

Bei einem Hostingwechsel kommt ein weiterer Punkt hinzu: Google empfiehlt, Zugriffe und Serverprotokolle der alten und der neuen Infrastruktur zu überwachen und das alte Hosting erst abzuschalten, wenn dort kein relevanter Traffic mehr ankommt. Ein zu früh abgeschalteter Altserver macht fehlende Weiterleitungen unsichtbar und gleichzeitig unreparierbar.

Die häufigsten Ursachen für Verluste

Relaunch-Probleme entstehen selten durch einen großen Fehler, sondern durch eine Kette kleiner Auslassungen. Alte URLs werden nicht vollständig erfasst. Weiterleitungen fehlen oder zeigen auf thematisch unpassende Ziele. Interne Links verweisen weiter auf Adressen, die es nicht mehr gibt. Inhalte werden gekürzt, ohne vorher zu prüfen, wofür sie gefunden wurden.

Dazu kommen die stillen Fehler. Eine übernommene noindex-Angabe hält wichtige Seiten aus dem Index. Eine veraltete Sitemap und falsche Canonical-Angaben senden widersprüchliche Signale. Ein fehlender Tag oder ein Formular ohne Zustellung fällt niemandem auf, weil die Website währenddessen einwandfrei aussieht. Genau deshalb arbeiten wir mit dokumentierten Entscheidungen, festen Prüflisten und einem Abgleich gegen den Ausgangszustand.

Zusammenarbeit in Hannover

Wir führen den Relaunch als gemeinsames Projekt mit Marketing, Geschäftsführung, internen Ansprechpartnern und beteiligten Dienstleistern. Technische, inhaltliche und organisatorische Anforderungen kommen dadurch früh zusammen und nicht erst in der Woche vor der Veröffentlichung.

Für den Start brauchen wir Zugriff auf das, was den Bestand beschreibt: Analysezugänge, die Google Search Console, vorhandene URL-Listen, Informationen zur Infrastruktur sowie die Anforderungen an Formulare und angebundene Prozesse. Sie bekommen im Gegenzug einen nachvollziehbaren Projektstand, benannte Risiken und klare Freigabepunkte.

Häufige Fragen zum Website Relaunch

Lassen sich Rankingverluste vollständig ausschließen?

Nein, und niemand sollte das versprechen. Suchmaschinen bewerten die neue Website eigenständig neu, und inhaltliche wie strukturelle Änderungen wirken sich aus. Mit vollständigem Audit, sauberem URL-Mapping, direkten Weiterleitungen und konsequentem Monitoring lässt sich das Risiko aber deutlich senken und ein Einbruch früh erkennen.

Müssen alle bestehenden URLs erhalten bleiben?

Nein. Doppelte, dünne oder überholte Seiten dürfen zusammengeführt oder entfernt werden. Für jede bisher relevante URL braucht es aber eine bewusste Entscheidung. Existiert ein passender neuer Inhalt, wird direkt weitergeleitet. Gibt es keinen sinnvollen Ersatz, ist ein eindeutiger Fehlerstatus die ehrlichere und technisch sauberere Lösung als eine beliebige Weiterleitung.

Kann die Domain beim Relaunch gewechselt werden?

Ja, allerdings steigt damit die Komplexität deutlich. Domainwechsel, neue URL-Struktur und umfangreiche Inhaltsänderungen gleichzeitig zu verändern bedeutet, dass sich Ursachen später kaum noch trennen lassen. Je mehr zentrale Signale sich auf einmal ändern, desto wichtiger sind eine lückenlose Zuordnung und engmaschige Kontrolle nach dem Start.

Wie lange dauert ein Website Relaunch?

Das hängt von Seitenzahl, Datenlage, Schnittstellen und der Zahl der Beteiligten ab. Eine Website mit wenigen Seitentypen braucht einen anderen Migrationsplan als ein über Jahre gewachsener Auftritt mit tausenden indexierten URLs. Nach dem Audit lässt sich der Aufwand belastbar einordnen, vorher nur raten.

Wann sollte die Relaunch-Planung beginnen?

Bevor die neue Seitenstruktur festgezurrt wird. Wenn Struktur und Inhalte bereits final sind, lässt sich ein Redirect-Konzept zwar nachreichen, aber es kann eine fehlende Migrationsplanung nicht mehr ausgleichen. Die günstigste Korrektur ist die, die vor der Umsetzung passiert.

Ihren Relaunch abgesichert vorbereiten

Sie planen den Relaunch einer bestehenden Unternehmenswebsite in Hannover und wollen Rankings, Inhalte, Tracking und Anfragen mitnehmen? Wir prüfen den Ausgangszustand, benennen die konkreten Migrationsrisiken und entwickeln einen kontrollierten Ablauf vom Audit bis zum Monitoring nach dem Go-live.

Vereinbaren Sie ein Erstgespräch. Darin klären wir, was sich ändern soll, was auf keinen Fall verloren gehen darf und welche Schritte dafür in welcher Reihenfolge nötig sind.