Shopsystem systemneutral auswählen
Systemneutral heißt: Die Anforderungen entscheiden, nicht die Vorliebe des Dienstleisters. Ein Shop mit 200 einfachen Lagerartikeln braucht eine andere Basis als einer mit mehreren Preislisten, internationalen Steuerregeln und tiefer ERP-Integration.
Der Markt bietet dafür sehr unterschiedliche Lizenz- und Betriebsmodelle. Shopware 6 etwa wird von der Shopware AG mit Sitz in Schöppingen entwickelt und steht in einer quelloffenen Community-Edition zur Verfügung. Magento wurde 2018 von Adobe übernommen und wird in der kostenpflichtigen Variante heute als Adobe Commerce vertrieben. Diese Unterschiede gehören in die Kalkulation, sie ersetzen aber keine Auswahlentscheidung.
In die Bewertung gehören:
- Umfang und Struktur des Sortiments, erwartete Bestellmenge, Lastspitzen
- B2C- oder B2B-Logik, Mehrsprachigkeit, Ländershops
- vorhandene Schnittstellen zu ERP, PIM, CRM, Versand und Buchhaltung
- Rollen und Rechte für die interne Pflege
- Hosting, Datenschutz, Verfügbarkeit
- Erweiterbarkeit und Updatefähigkeit über mehrere Jahre
- Lizenz-, Entwicklungs- und Betriebskosten
- Abhängigkeit von einzelnen Herstellern oder Dienstleistern
Wir trennen dabei strikt zwischen Pflichtanforderungen, an denen ein System scheitern kann, und wünschenswerten Funktionen, die in eine gewichtete Matrix einfließen. Zwei Kriterien entscheiden erfahrungsgemäß den größten Teil: wo die Datenhoheit liegt und wie viel Sonderlogik der Verkaufsprozess wirklich enthält. Das Ergebnis ist eine begründete Entscheidung für Ihren Shop, keine allgemeine Produktempfehlung.






