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Advetisement oder advertisement? Schreibweise, Bedeutung und Aussprache

Warum „advetisement“ falsch ist: Hier finden Sie die korrekte Schreibweise, deutsche Übersetzungen, Aussprache, Grammatik und Beispiele.

Frau vor einer Wand mit bunten Haftnotizen, davor sechs Personen mit Laptops an einem Besprechungstisch

Die korrekte englische Schreibweise lautet advertisement. „Advetisement“ ist eine Fehlschreibung, bei der genau ein Buchstabe fehlt: das r nach „adve“. Die falsche Form hat keine eigene Bedeutung, deshalb liefern Wörterbücher dazu auch keinen Eintrag.

Falsch: advetisement Richtig: advertisement

Der Fehler hat einen Grund in der Aussprache: Im britischen Englisch ist das r an dieser Stelle nicht als eigener Laut zu hören. Wer nach Gehör schreibt, bekommt für diesen Buchstaben also keinen Hinweis.

Als Merkhilfe dient der Wortstamm. „Advertisement“ geht auf das Verb „to advertise“ zurück, an das die Endung „ment“ tritt. Alle verwandten Formen behalten das r: advertise, advertising, advertiser, advertisement. Beim Tippen hilft es, das Wort in vier Bausteine zu zerlegen: ad + vert + ise + ment.

Bedeutung und deutsche Übersetzungen

„Advertisement“ ist ein englisches Substantiv. Das Cambridge Dictionary beschreibt es als bezahlte Mitteilung, die Menschen über ein Produkt oder eine Dienstleistung informiert. Welche deutsche Entsprechung passt, hängt vom Medium und vom Tonfall ab:

  • Werbeanzeige oder Anzeige: der neutrale Standardfall, etwa in Zeitung und Zeitschrift
  • Annonce: vor allem bei klassischen Kleinanzeigen
  • Reklame: eher umgangssprachlich und leicht altmodisch
  • Werbespot: wenn eine ausgestrahlte Werbebotschaft gemeint ist

Im Zweifel ist „Werbeanzeige“ die sicherste Wahl.

Aussprache: britisch und amerikanisch

PONS führt „advertisement“ als Substantiv mit getrennter britischer und amerikanischer Aussprache. Beide unterscheiden sich in der Betonung und im Klang der dritten Silbe:

  • Britisch: /ədˈvɜː.tɪs.mənt/, Betonung auf der zweiten Silbe, grob „ed WÖR tiss ment“, mit stimmlosem s
  • Amerikanisch: /ˌæd.vɚˈtaɪz.mənt/, Betonung auf der dritten Silbe, grob „äd wer TAIS ment“, mit langem ai und stimmhaftem s

Das englische v klingt dabei wie ein deutsches w. Beide Varianten sind korrekt, die Wahl richtet sich danach, ob britisches oder amerikanisches Englisch gesprochen wird. Für die Feinheiten lohnt sich die Hörprobe im Wörterbuch.

Grammatik und Verwendung

„Advertisement“ ist zählbar. Im Singular steht der unbestimmte Artikel an advertisement, weil das Wort mit einem gesprochenen Vokallaut beginnt. Der Plural ist regelmäßig: advertisements. Adjektive stehen direkt vor dem Substantiv, etwa „a misleading advertisement“, und ein gängiges Verb dazu ist „to place“.

Ein Unterschied lohnt die Beachtung: „advertisement“ meint die einzelne Anzeige, „advertising“ dagegen die Tätigkeit oder das Feld der Werbung insgesamt.

Beispielsätze

  • I saw an advertisement in the newspaper. Ich habe eine Werbeanzeige in der Zeitung gesehen.
  • The advertisement promotes a new product. Die Anzeige bewirbt ein neues Produkt.
  • She created an advertisement for the company. Sie erstellte eine Werbeanzeige für das Unternehmen.
  • They placed advertisements in three magazines. Sie schalteten Anzeigen in drei Zeitschriften.

Kurz eingeordnet

Advertisements treten in verschiedenen Formen auf, etwa als gedruckte Anzeige, als Plakat oder als Werbespot. Gemeinsam ist ihnen der bezahlte Charakter und das Ziel, eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Für den Sprachgebrauch bleibt es dabei: „advertisement“ bezeichnet die konkrete Werbebotschaft, und die passende deutsche Übersetzung richtet sich nach Medium und Zusammenhang.