Blogspot SEO: Google Blogger technisch und redaktionell optimieren
Wo in Blogger die SEO-Schalter liegen: Sichtbarkeit, eigene Domain, HTTPS, robots.txt und Search Console, Schritt für Schritt erklärt.
Google Blogger, weiterhin als Blogspot bekannt, bringt die wichtigsten SEO-Funktionen bereits mit: automatisch erzeugte XML-Sitemaps, HTTPS, eine benutzerdefinierte Domain, Suchbeschreibungen, Weiterleitungen sowie Einstellungen für robots.txt und Robots-Header. Ein zusätzliches Plugin, wie es andere Systeme benötigen, gibt es nicht und ist auch nicht vorgesehen.
Das Problem liegt woanders: Diese Funktionen sind über fünf verschiedene Einstellungsbereiche verteilt, mehrere Schalter sind missverständlich benannt, und zwei davon können einen kompletten Blog aus dem Index nehmen, ohne eine Warnung anzuzeigen. Diese Anleitung geht die Blogger-Oberfläche deshalb in der Reihenfolge durch, in der die Einstellungen tatsächlich aufeinander aufbauen, und benennt am Ende die Punkte, an denen die Plattform technisch nicht weiterkommt.
Wo welche Einstellung in Blogger liegt
Fast alle relevanten Schalter befinden sich im Menüpunkt Einstellungen der linken Blogger-Navigation. Diese Übersicht ist als Nachschlagewerk für die folgenden Abschnitte gedacht:
| Aufgabe | Pfad in Blogger |
|---|---|
| Blog für Suchmaschinen freigeben | Einstellungen, Datenschutz |
| Eigene Domain verbinden | Einstellungen, Veröffentlichen |
| Verschlüsselung erzwingen | Einstellungen, HTTPS |
| Suchbeschreibung aktivieren | Einstellungen, Meta-Tags |
| robots.txt und Robots-Header | Einstellungen, Crawler und Indexierung |
| Weiterleitungen und 404-Seite | Einstellungen, Fehler und Weiterleitungen |
| Permalink eines Beitrags | Beitragseditor, rechte Seitenleiste |
| Labels eines Beitrags | Beitragseditor, rechte Seitenleiste |
Zwei Bereiche in dieser Tabelle sind riskant: Datenschutz und Crawler und Indexierung. Alles andere lässt sich korrigieren, ohne dass zwischenzeitlich Sichtbarkeit verloren geht.
Sichtbarkeit für Suchmaschinen freigeben
Unter Einstellungen, Datenschutz steht die Option Für Suchmaschinen sichtbar. Sie ist die Grundvoraussetzung für alles Weitere. Blogger erlaubt Suchmaschinen damit, den Blog zu entdecken und in Suchergebnissen zu berücksichtigen.
Eine Aktivierung garantiert keine Indexierung. Google entscheidet weiterhin für jede einzelne URL, ob sie gecrawlt und aufgenommen wird. Ist der Schalter dagegen aus, bleiben alle weiteren Maßnahmen wirkungslos, unabhängig davon, wie gut Sitemap, Titel und Struktur gepflegt sind.
Prüfe diese Einstellung erneut nach einem Blog-Import, einem Theme-Wechsel und nach jeder Phase, in der der Blog bewusst privat war. Kontrolliere zusätzlich unter den Berechtigungen, dass der Leserzugriff auf Öffentlich steht. Ein auf bestimmte Leser beschränkter Blog kann nicht in der Suche erscheinen, selbst wenn die Suchmaschinen-Option aktiv ist.
Eine eigene Domain verbinden
Ein Blog kann dauerhaft unter beispiel.blogspot.com laufen. Für einen Auftritt, der über Jahre aufgebaut wird, ist eine eigene Domain trotzdem die bessere Grundlage: Sie gehört dir, sie bleibt bei einem späteren Plattformwechsel bestehen, und die gesammelte Verlinkung geht dabei nicht verloren. Eine Blogspot-Subdomain lässt sich bei einem Umzug nicht mitnehmen.
Die Einrichtung erfolgt unter Einstellungen, Veröffentlichen, Benutzerdefinierte Domain. Blogger unterstützt benutzerdefinierte Domains und gibt die dafür nötigen DNS-Daten selbst vor, unter anderem CNAME-Einträge, die beim Domainanbieter hinterlegt werden.
Der Ablauf in der Praxis:
- Trage die gewünschte Adresse ohne Protokoll ein, üblicherweise mit
www, alsowww.beispiel.de. - Blogger lehnt den ersten Speicherversuch ab und zeigt dabei die benötigten CNAME-Einträge an. Notiere sie vollständig, einschließlich des Eintrags zur Bestätigung des Eigentums.
- Hinterlege die Einträge exakt so beim DNS-Anbieter, ohne die Domain im Wert zu ergänzen oder zu kürzen.
- Warte die DNS-Aktualisierung ab und speichere die Domain danach erneut in Blogger.
- Aktiviere anschließend die Weiterleitung der Stammdomain, damit
beispiel.deaufwww.beispiel.dezeigt.
Nach der Umstellung darf der Blog nicht dauerhaft als drei getrennte Versionen erreichbar sein: Blogspot-Adresse, Stammdomain und www-Domain. Blogger leitet bei korrekter Konfiguration weiter und setzt Canonical-Signale, die Google helfen, bei ähnlichen oder doppelten Seiten eine repräsentative URL auszuwählen. Prüfe trotzdem nach ein bis zwei Wochen in der Search Console, welche Adresse Google tatsächlich als kanonisch führt.
Die Domain selbst ist kein Rankingfaktor. Sie ist eine Absicherung gegen den Tag, an dem die Plattform nicht mehr passt.
HTTPS-Verfügbarkeit und HTTPS-Weiterleitung aktivieren
Unter Einstellungen, HTTPS gibt es zwei Schalter, und beide werden gebraucht. HTTPS-Verfügbarkeit sorgt dafür, dass der Blog überhaupt verschlüsselt aufgerufen werden kann. HTTPS-Weiterleitung schickt Aufrufe der unverschlüsselten Adresse auf die verschlüsselte Version. Ohne den zweiten Schalter bleiben beide Varianten parallel erreichbar.
Bei einer frisch verbundenen eigenen Domain kann die Zertifikatsausstellung etwas dauern. Solange Blogger die HTTPS-Verfügbarkeit als noch nicht bereit meldet, ist der Schalter für die Weiterleitung ausgegraut. Das ist normal und kein Konfigurationsfehler.
Nach der Aktivierung lohnt eine Stichprobe über mehrere Beitragstypen. Ältere oder stark angepasste Themes binden Bilder, Schriftarten und Skripte manchmal noch über http:// ein. Browser blockieren solche Inhalte teilweise oder zeigen eine Warnung an. Öffne dazu einen Beitrag mit vielen eingebundenen Elementen und sieh im Seitenquelltext nach, ob dort noch http://-Adressen stehen. Betroffen sind meist alte Widgets, Zählerbilder und eingebundene Zeichensätze.
Blogspot mit der Google Search Console verbinden
Ohne Search Console bleibt Blogspot-SEO Vermutung. Erst dort wird sichtbar, welche URLs indexiert sind, welche Google bewusst ausschließt und über welche Suchanfragen Nutzer kommen.
Für eine eigene Domain ist die Domain-Property die vollständigste Variante, weil sie alle Protokolle und Subdomains gemeinsam erfasst. Die Bestätigung läuft über einen DNS-Eintrag, also über denselben Anbieter, bei dem bereits die CNAME-Einträge liegen. Für einen Blog unter beispiel.blogspot.com bleibt nur die URL-Präfix-Property, weil dort kein Zugriff auf die DNS-Zone besteht. Sie wird mit der vollständigen Adresse angelegt:
https://beispiel.blogspot.com/
Entscheidend ist, genau die Version einzutragen, auf die Blogger am Ende weiterleitet. Eine Property für die HTTP-Adresse oder für eine nicht verwendete Domainvariante sammelt keine Daten, ohne dass ein Fehler angezeigt würde. Bei URL-Präfix-Properties gelten HTTP und HTTPS als zwei verschiedene Websites.
Relevant sind danach vor allem die Berichte Seitenindexierung (indexierte und ausgeschlossene URLs samt Grund), Sitemaps, Leistung (Suchanfragen, Seiten, Länder, Geräte), Core Web Vitals sowie die URL-Prüfung. Bei einem neuen Blog vergehen einige Tage, bis die Berichte belastbar sind. Das ist kein Anlass, in dieser Zeit an den Einstellungen weiterzudrehen.
Die Blogger-Sitemap einreichen
Blogger erzeugt die XML-Sitemap für Beiträge automatisch. Sie liegt unter der eigenen Domain oder der Blogspot-Adresse jeweils im Wurzelverzeichnis:
https://www.beispiel.de/sitemap.xml
Für statische Blogger-Seiten existiert in der Regel zusätzlich sitemap-pages.xml. Öffne beide Adressen zuerst im Browser. So siehst du, ob tatsächlich XML ausgeliefert wird und ob die enthaltenen URLs bereits die endgültige Domain verwenden. Stehen dort noch Blogspot-Adressen, ist die Domainumstellung nicht abgeschlossen.
In der Search Console wird unter Sitemaps meist nur der Pfad eingetragen:
sitemap.xml
Eine Sitemap unterstützt Google beim Auffinden wichtiger URLs, garantiert aber weder deren Crawling noch deren Indexierung. Daraus folgt eine praktische Regel: Wird ein Beitrag nicht indexiert, hilft es nicht, dieselbe Sitemap erneut einzureichen. Zu prüfen sind stattdessen Robots-Anweisungen, Canonical-Signale und die tatsächliche Erreichbarkeit der URL.
Anleitungen, die zusätzlich Atom- oder RSS-Feeds mit Parametern wie max-results als Sitemap einreichen lassen, stammen aus der Zeit vor der nativen XML-Sitemap. Für aktuelle Blogger-Blogs sind sie überflüssig.
Einzelne URLs mit der URL-Prüfung kontrollieren
Die URL-Prüfung der Search Console zeigt Informationen zur indexierten und zur live abrufbaren Version einer konkreten URL und erlaubt es, eine Indexierung zu beantragen. Für Blogger ist sie das wichtigste Diagnosewerkzeug, weil die Plattform selbst keine Indexierungsdiagnose anbietet.
Aus dem Ergebnis lässt sich ablesen, ob die URL im Index ist, wann Google sie zuletzt gecrawlt hat, welche URL Google als kanonisch gewählt hat, ob Crawling und Indexierung erlaubt sind und ob erkannte strukturierte Daten Fehler enthalten. Der Live-Test zeigt zusätzlich, was Google beim Abruf gerade jetzt sieht.
Zwei Interpretationshilfen dazu. Erstens: Weicht die von Google gewählte kanonische URL von der angegebenen ab, liegt fast immer ein Blogger-Thema dahinter, etwa eine parallel erreichbare Blogspot-Adresse, ein Canonical-Fehler im Theme oder eine Weiterleitung, die ins Leere zeigt. Zweitens: Ein erfolgreicher Live-Test bei gleichzeitig fehlender Indexierung ist kein technischer Defekt. Google nimmt erreichbare Seiten auch dann nicht auf, wenn sie sehr ähnlich zu bereits indexierten Inhalten sind.
Indexierung beantragen ist für einen neuen, wichtigen Beitrag sinnvoll. Für jede Korrektur eines Satzes ist es das nicht.
Benutzerdefinierte robots.txt nur bei belegtem Bedarf
Unter Einstellungen, Crawler und Indexierung lässt sich eine benutzerdefinierte robots.txt aktivieren. Blogger stellt Einstellungen für benutzerdefinierte robots.txt-Dateien sowie Robots-Header-Tags bereit, und falsche Anweisungen dort können Crawling oder Indexierung beeinträchtigen. Wer die Datei selbst hinterlegt, überschreibt die von Blogger erzeugten Vorgaben vollständig und trägt das Risiko allein.
Für die meisten Blogs ist die Standardfassung die richtige Wahl. Wird eine eigene Datei gebraucht, sollte sie so knapp wie möglich bleiben:
User-agent: *
Allow: /
Sitemap: https://www.beispiel.de/sitemap.xml
Kopiervorlagen aus fremden Anleitungen sind die häufigste Fehlerquelle. Pauschale Sperren für Suchpfade, Label-Seiten oder Archivbereiche wirken sich auf Blogs mit anderer Struktur anders aus als beim Autor der Vorlage.
Der wichtigste Punkt ist die Unterscheidung zwischen Crawling und Indexierung: Google behandelt robots.txt in erster Linie als Crawling-Steuerung, und das Blockieren des Crawlings ist keine verlässliche Methode, um eine URL aus dem Suchindex auszuschließen. Eine gesperrte Adresse kann über Verweise anderer Seiten trotzdem im Index landen. Wer eine Seite zuverlässig ausschließen will, braucht eine noindex-Anweisung, die Google beim Abruf lesen kann. Beides zusammen ist ein Widerspruch: Eine per robots.txt gesperrte Seite kann ihr eigenes noindex nicht ausliefern.
Nach jeder Änderung die Datei unter /robots.txt aufrufen und anschließend mit der URL-Prüfung stichprobenartig kontrollieren, ob wichtige Beiträge weiterhin abrufbar sind.
Robots-Header-Tags richtig einsetzen
Im selben Bereich bietet Blogger benutzerdefinierte Robots-Header-Tags, getrennt konfigurierbar für die Startseite, für Archiv- und Suchseiten sowie für Beiträge und Seiten. Zur Auswahl stehen unter anderem all, noindex, nofollow, none, noarchive und nosnippet.
Die beiden gefährlichen Werte sind noindex und none. Werden sie für Beiträge und Seiten gesetzt, verschwinden genau die Inhalte aus der Suche, für die der Blog betrieben wird. Diese Kombination ist der klassische Grund dafür, dass ein Blogger-Blog nach einer Nacht mit vermeintlichen Optimierungen komplett aus dem Index fällt.
Für Archiv- und Suchseiten ist noindex je nach Struktur vertretbar, weil dort dieselben Beiträge in wechselnden Zusammenstellungen erscheinen. Automatisch richtig ist es nicht. Wer Label-Seiten bewusst als gepflegte Themenübersichten nutzt, nimmt sie damit ohne Not aus der Suche.
Die sicherste Ausgangslage bleibt: Standardwerte belassen und die benutzerdefinierten Header erst dann anfassen, wenn ein konkretes, benennbares Indexierungsziel dahintersteht.
Permalinks vor der Veröffentlichung festlegen
Im Beitragseditor steht in der rechten Seitenleiste der Permalink mit den Optionen automatisch oder benutzerdefiniert. Die automatische Variante leitet die Adresse aus dem Titel ab und kürzt dabei unvorhersehbar. Lange Titel, Umlaute und Füllwörter erzeugen Adressen, die den Beitrag nicht mehr beschreiben.
Ein benutzerdefinierter Permalink sollte kurz und beschreibend sein:
blogspot-seo-einstellungen
Blogger ergänzt Jahr, Monat und die Endung .html selbst:
https://www.beispiel.de/2025/03/blogspot-seo-einstellungen.html
Diese Struktur ist nicht konfigurierbar. Jahres- und Monatsverzeichnisse gehören bei Blogger-Beiträgen zur Plattform, und wer eine flache URL-Struktur braucht, kann nur auf statische Seiten ausweichen.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Nach der Veröffentlichung erzeugt jede Permalink-Änderung eine neue URL, während die alte zur Fehlerseite wird. Der Permalink ist damit eine der wenigen Blogger-Einstellungen, die vorher stimmen müssen.
Benutzerdefinierte Weiterleitungen einrichten
Unter Einstellungen, Fehler und Weiterleitungen, Benutzerdefinierte Weiterleitungen wird jede geänderte URL aufgefangen. Blogger erwartet dort relative Pfade:
Von: /2023/04/alter-beitrag.html
An: /2025/03/neuer-beitrag.html
Die Option Permanent sorgt für eine dauerhafte Weiterleitung und sollte bei allen echten URL-Wechseln gesetzt sein. Ohne sie behandelt Google die Änderung als vorläufig.
Zwei Regeln aus der Praxis: Teste jede neue Weiterleitung direkt im Browser, denn ein Tippfehler im Pfad fällt sonst nicht auf. Und pflege bei einer zweiten Änderung immer die ursprüngliche Weiterleitung nach, statt eine Kette aus mehreren Zwischenzielen entstehen zu lassen.
Für den Wechsel auf eine andere Plattform reichen diese Weiterleitungen nicht. Sie funktionieren nur innerhalb desselben Blogger-Blogs.
Titel und Suchbeschreibung in Blogger bearbeiten
Unter Einstellungen, Meta-Tags wird zuerst die Suchbeschreibung aktiviert und eine Beschreibung für den gesamten Blog hinterlegt. Erst danach erscheint im Beitragseditor das Feld Suchbeschreibung für einzelne Beiträge. Ohne diesen Schritt fehlt das Feld, was regelmäßig für Verwirrung sorgt.
Google kann die Beschreibung als Snippet verwenden, muss es aber nicht. Je nach Suchanfrage zeigt die Suchmaschine stattdessen einen passenderen Ausschnitt aus dem Text.
Beim Titel ist der Blogger-spezifische Punkt die Kombination aus Blogname und Beitragstitel, die das Theme erzeugt. Google empfiehlt beschreibende, prägnante und für jede Seite unterschiedliche Titel, weil automatisierte oder unklare Titel die Darstellung des Title Links beeinflussen können. Konstruktionen wie Blogname: Beitragstitel: Blogname entstehen bei angepassten Themes leicht und verschenken Platz. Sieh im Seitenquelltext nach, was tatsächlich zwischen den Titel-Tags steht, und ändere Template-Bedingungen nur mit vorheriger Theme-Sicherung.
Überschriften und Labels im Editor
Der Blogger-Editor bietet die Formate Überschrift, Unterüberschrift und Nebenüberschrift. Sie erzeugen eine echte Dokumentstruktur, fett gesetzte Absätze tun das nicht. Der Beitragstitel liefert in einem sauberen Theme die Hauptüberschrift, weshalb Abschnitte im Text mit der nächsttieferen Ebene beginnen. Welche HTML-Ebene ein Format ausgibt, hängt vom Theme ab und lohnt nach einem Theme-Wechsel einen kurzen Blick in den Quelltext.
Labels sind Bloggers einzige Taxonomie. Jedes Label erzeugt eine eigene Übersichtsseite, und genau deshalb sind sie keine Stichwortsammlung. Varianten wie Blogger SEO, SEO Blogger und Blogspot Optimierung erzeugen drei fast identische Archivseiten mit denselben Beiträgen. Auch Groß- und Kleinschreibung sowie Singular und Plural führen zu getrennten Archiven. Lege die Schreibweise einmal fest und halte die Zahl der Labels klein genug, dass jedes davon mehrere Beiträge bündelt.
Canonical-Tags und doppelte URL-Versionen prüfen
Blogger-Inhalte sind über mehrere Ansichten erreichbar: Einzelbeitrag, Label-Seite, Archiv und URLs mit Parametern, etwa der mobilen Variante. Moderne Standardthemes geben dafür Canonical-Tags aus, die Google die bevorzugte Einzel-URL nennen.
Nach Theme-Anpassungen gehört ein Blick in den HTML-Kopf dazu:
<link rel="canonical" href="https://www.beispiel.de/2025/03/beitrag.html">
Der Canonical muss auf die endgültige HTTPS-Adresse unter der eigenen Domain zeigen. Ein Theme, das ihn bei jedem Beitrag auf die Startseite setzt, teilt Google mit, dass die Beiträge keine eigenständigen Seiten sind. Vergleiche im Zweifel die angegebene mit der von Google gewählten kanonischen URL in der URL-Prüfung.
Bilder, Theme und Core Web Vitals
Core Web Vitals messen reale Nutzererfahrungen in den Bereichen Ladeleistung, Interaktivität und visuelle Stabilität. Blogger übernimmt Hosting und Auslieferung, das Theme entscheidet über den Rest.
Typische Ursachen schlechter Werte bei Blogspot-Blogs sind übergroße Bilder im ersten sichtbaren Bereich, Bilder ohne reservierte Höhe, mehrere eingebundene Schriftfamilien, alte Social-Media-Widgets in der Seitenleiste sowie Themes, die ungenutzte JavaScript-Bibliotheken mitladen. Lade Bilder deshalb in der Größe hoch, in der sie dargestellt werden, und vergib im Editor einen Alternativtext, der das Motiv oder seine Funktion beschreibt.
Vor jedem Theme-Wechsel gehört eine Sicherung des Themes ins Archiv. Danach sind Mobilansicht, Canonical-Tags, Überschriftenausgabe und Titelkonstruktion erneut zu prüfen, weil ein Theme all diese Punkte gleichzeitig verändert.
Wo Blogspot technisch an Grenzen stößt
Blogger ist ein geschlossenes System, und einige Bereiche lassen sich schlicht nicht beeinflussen:
- Beitrags-URLs enthalten immer Jahr, Monat und
.html. - HTTP-Header und Serverregeln sind nicht konfigurierbar.
- Weiterleitungen funktionieren nur intern und nur pfadweise, ohne Muster.
- Als Taxonomie stehen nur Labels und Datumsarchive zur Verfügung.
- Strukturierte Daten hängen vollständig am Theme-Markup und müssen dort von Hand gepflegt werden.
- Mehrsprachige Strukturen lassen sich nur über getrennte Blogs abbilden.
- Es gibt keine Erweiterungen für Redirect-Verwaltung oder automatisierte Prüfungen.
- Manuelle Theme-Eingriffe gehen bei einem Design-Update verloren.
Keiner dieser Punkte verhindert gute Rankings für einen Informationsblog. Relevant werden sie, sobald ein Projekt viele Seitentypen, umfangreiche Auszeichnungen oder regelmäßige URL-Umbauten braucht. Dokumentiere Theme-Eingriffe deshalb außerhalb von Blogger, damit sie nach einem Update reproduzierbar sind.
Kontrolle nach der Einrichtung
Diese Reihenfolge deckt die Punkte ab, die im Zusammenspiel schiefgehen:
- Der Blog ist öffentlich und unter Datenschutz für Suchmaschinen freigegeben.
- Die bevorzugte Domain ist verbunden, die Stammdomain leitet auf
wwwweiter. - HTTPS-Verfügbarkeit und HTTPS-Weiterleitung sind beide aktiv.
- Die Search-Console-Property entspricht exakt der Zieladresse.
sitemap.xmlliefert XML mit der endgültigen Domain und ist eingereicht.- Die URL-Prüfung meldet für wichtige Beiträge Crawling und Indexierung als erlaubt.
- Die robots.txt blockiert keine Beitragspfade.
- Die Robots-Header für Beiträge und Seiten stehen nicht auf
noindexodernone. - Jeder neue Beitrag hat vor der Veröffentlichung einen festen Permalink.
- Geänderte URLs haben eine direkte permanente Weiterleitung ohne Kette.
- Titel und Suchbeschreibung sind pro Beitrag individuell gepflegt.
- Labels folgen einer festen Schreibweise und bündeln jeweils mehrere Beiträge.
- Das Theme gibt korrekte Canonical-Tags aus und lädt keine überflüssigen Skripte.
Bleibt danach ein Beitrag unindexiert, ist die Reihenfolge der Fehlersuche festgelegt: URL-Prüfung öffnen, Robots-Anweisungen und gewählten Canonical ablesen, Live-Test ausführen. Erst wenn diese drei Punkte sauber sind und die Seite trotzdem draußen bleibt, liegt es nicht an den Blogger-Einstellungen, sondern am Inhalt der Seite selbst.
