E-Commerce auf Deutsch: Übersetzung, Schreibweise und Bedeutung
Erfahren Sie, wie E-Commerce auf Deutsch übersetzt und geschrieben wird, welcher Artikel passt und wie sich der Begriff von E-Business abgrenzt.

Der englische Begriff „E-Commerce“ ist auch in deutschsprachigen Texten fest etabliert. Übersetzt bedeutet er „elektronischer Handel“. Je nach Zusammenhang können außerdem „Onlinehandel“ oder „Internethandel“ passende deutsche Bezeichnungen sein. Diese Wörter sind jedoch nicht immer vollständig austauschbar.
Wer über E-Commerce schreibt, sollte zudem auf die Bindestriche, den richtigen Artikel und die Abgrenzung zu ähnlich klingenden Begriffen achten. Besonders häufig werden E-Commerce, E-Business, Onlineshop und Online-Shopping miteinander verwechselt.
Was heißt E-Commerce auf Deutsch?
„E-Commerce“ ist die Kurzform des englischen Ausdrucks „Electronic Commerce“. Die direkte deutsche Übersetzung lautet „elektronischer Handel“. Auch Wörterbücher wie PONS führen diese Übersetzung.
Gemeint sind Kauf- und Verkaufsvorgänge, die über das Internet oder andere elektronische Kommunikationswege abgewickelt werden. Der Begriff kann sich sowohl auf Waren als auch auf Dienstleistungen beziehen. Eine knappe Definition lautet daher:
E-Commerce bezeichnet den elektronisch abgewickelten Kauf und Verkauf von Waren oder Dienstleistungen.
Ein Onlineshop ist ein typisches Beispiel. E-Commerce findet aber nicht ausschließlich in einem eigenen Shop statt. Auch der Verkauf über einen digitalen Marktplatz kann dazugehören. Ein einzelner Onlineshop ist deshalb eine mögliche Ausprägung des E-Commerce, aber kein Synonym für den gesamten Begriff.
Wie schreibt man E-Commerce richtig?
Die im Deutschen übliche und sprachlich empfehlenswerte Schreibweise ist:
E-Commerce
Beide Bestandteile beginnen mit einem Großbuchstaben und werden durch einen Bindestrich verbunden. Das „E“ steht als Kurzform für „Electronic“, während „Commerce“ das englische Wort für Handel ist.
Folgende Varianten sind in deutschsprachigen Texten nicht zu empfehlen:
- Ecommerce
- ECommerce
- eCommerce
- e-commerce
- E Commerce
Schreibweisen wie „eCommerce“ können Teil eines Markennamens oder einer bewusst gewählten Unternehmenssprache sein. In einem normalen deutschen Fließtext ist „E-Commerce“ jedoch die klarste und konsistenteste Form.
Am Satzanfang und innerhalb eines Satzes bleibt die Schreibweise gleich:
- E-Commerce ist ein Teilbereich des E-Business.
- Das Unternehmen erzielt einen Teil seines Umsatzes im E-Commerce.
- Die Stelle setzt Erfahrung im E-Commerce voraus.
Die Großschreibung folgt daraus, dass E-Commerce im Deutschen als Substantiv verwendet wird. Das vorangestellte „E“ wird nicht wie ein eigenständiges Wort behandelt, sondern bildet mit „Commerce“ eine feste Einheit.
Schreibweise zusammengesetzter Wörter
Wird E-Commerce mit einem weiteren Substantiv verbunden, steht zwischen den Bestandteilen ein zusätzlicher Bindestrich. Dadurch entstehen gut lesbare Zusammensetzungen wie:
- E-Commerce-Unternehmen
- E-Commerce-Plattform
- E-Commerce-Lösung
- E-Commerce-Umsatz
- E-Commerce-Branche
- E-Commerce-Verantwortlicher
- E-Commerce-Angebot
Die Schreibweise „E-Commerce Unternehmen“ ohne zweiten Bindestrich ist nicht korrekt. Im Deutschen werden die Bestandteile eines zusammengesetzten Substantivs miteinander verbunden. Da „E-Commerce“ bereits einen Bindestrich enthält, wird die gesamte Zusammensetzung mit einem weiteren Bindestrich fortgeführt.
Richtig ist also:
Das E-Commerce-Unternehmen erweitert sein Angebot.
Nicht empfehlenswert ist:
Das E-Commerce Unternehmen erweitert sein Angebot.
Dasselbe Prinzip gilt bei Verbindungen mit weiteren Abkürzungen:
- B2B-E-Commerce
- B2C-E-Commerce
- Cross-Border-E-Commerce
Bei sehr langen Zusammensetzungen kann eine Umformulierung den Text verständlicher machen. Statt „E-Commerce-Kundenbindungsstrategie“ ist beispielsweise „Strategie zur Kundenbindung im E-Commerce“ leichter zu lesen.
Welchen Artikel hat E-Commerce?
Im Deutschen wird E-Commerce in der Regel mit dem männlichen Artikel verwendet:
der E-Commerce
Die grammatischen Formen lauten:
| Fall | Form |
|---|---|
| Nominativ | der E-Commerce |
| Genitiv | des E-Commerce |
| Dativ | dem E-Commerce |
| Akkusativ | den E-Commerce |
Beispiele:
- Der E-Commerce verändert bestimmte Handelsprozesse.
- Die Entwicklung des E-Commerce wird untersucht.
- Das Unternehmen ist seit Jahren im E-Commerce tätig.
- Die Studie betrachtet den E-Commerce aus sprachlicher Sicht.
In Verbindung mit Präpositionen sind besonders die Formulierungen „im E-Commerce“, „für den E-Commerce“ und „aus dem E-Commerce“ gebräuchlich.
Das Wort wird meistens wie eine nicht zählbare Bereichsbezeichnung verwendet. Ein Plural ist daher im normalen Sprachgebrauch nicht üblich. Formulierungen wie „die E-Commerces“ sollten vermieden werden. Wenn mehrere Ausprägungen gemeint sind, passen je nach Aussage beispielsweise „E-Commerce-Modelle“, „E-Commerce-Bereiche“ oder „Formen des elektronischen Handels“.
E-Commerce oder E-Commerce auf Deutsch?
Die Formulierung „E-Commerce auf Deutsch“ kann zwei unterschiedliche Fragen ausdrücken:
- Wie wird der Begriff ins Deutsche übersetzt?
- Wie wird der Begriff in einem deutschen Text richtig verwendet?
Geht es um die Übersetzung, lautet die passende Antwort „elektronischer Handel“. Geht es um einen deutschsprachigen Text, kann „E-Commerce“ unverändert verwendet werden. Der Ausdruck ist im deutschen Wirtschafts- und Fachwortschatz verbreitet.
Vorsicht ist bei der Formulierung „deutscher E-Commerce“ geboten. Sie bezeichnet normalerweise nicht die deutsche Übersetzung, sondern den elektronischen Handel in Deutschland oder durch deutsche Unternehmen. Wer nach dem deutschen Wort sucht, sollte daher besser von der „deutschen Übersetzung von E-Commerce“ sprechen.
Welche deutschen Synonyme gibt es für E-Commerce?
Mehrere Bezeichnungen werden im allgemeinen Sprachgebrauch ähnlich verwendet. Ihre Bedeutung und ihr sprachlicher Schwerpunkt unterscheiden sich jedoch leicht.
Elektronischer Handel
„Elektronischer Handel“ ist die direkte und sachlich präzise Übersetzung von Electronic Commerce. Der Ausdruck eignet sich besonders für Definitionen, wissenschaftliche Texte und Inhalte, in denen englische Fachbegriffe vermieden werden sollen.
Beispiel:
Der elektronische Handel umfasst digital abgewickelte Kauf- und Verkaufsvorgänge.
Onlinehandel
„Onlinehandel“ ist die gebräuchlichste deutschsprachige Alternative. Das Wort hebt hervor, dass der Handel online stattfindet. In Texten über Verkäufe im Internet lässt es sich häufig ohne Bedeutungsverlust anstelle von E-Commerce verwenden.
Beispiel:
Das Unternehmen ist sowohl im stationären Handel als auch im Onlinehandel aktiv.
„Online-Handel“ ist ebenfalls verbreitet. Als geschlossenes deutsches Kompositum ist „Onlinehandel“ jedoch die kompaktere Form.
Internethandel
„Internethandel“ bezieht sich ausdrücklich auf Handelsvorgänge über das Internet. Der Begriff ist leicht verständlich, wirkt aber teilweise enger als „elektronischer Handel“, da dieser auch andere elektronische Verbindungen einschließen kann. Die Begriffe „elektronischer Handel“, „Onlinehandel“ und „Internethandel“ werden dennoch häufig für denselben Themenbereich verwendet.
Digitaler Handel
„Digitaler Handel“ ist verständlich, aber weniger eindeutig. Je nach Kontext kann damit der digital unterstützte Handel insgesamt gemeint sein. Der Ausdruck kann somit auch Vorgänge einschließen, bei denen der eigentliche Kauf nicht online abgeschlossen wird. Als genaue Übersetzung von E-Commerce ist „elektronischer Handel“ besser geeignet.
Welche Begriffe sind keine genauen Synonyme?
Einige Wörter stehen in engem Zusammenhang mit E-Commerce, bezeichnen aber nicht dasselbe.
Onlineshop: Ein Onlineshop ist eine konkrete digitale Verkaufsumgebung. E-Commerce ist der übergeordnete Handelsbereich. Verkäufe können neben einem eigenen Shop auch über digitale Marktplätze erfolgen, wie Für-Gründer.de erläutert.
Online-Shopping: Online-Shopping beschreibt vor allem die Tätigkeit des Einkaufens aus Sicht der Kundinnen und Kunden. E-Commerce schließt auch die Anbieterperspektive und die geschäftliche Transaktion ein.
Onlinegeschäft: Dieses Wort ist mehrdeutig. Es kann einen einzelnen Geschäftsabschluss, einen digitalen Vertriebskanal oder den gesamten internetbasierten Teil eines Unternehmens meinen.
E-Commerce-Website: Nicht jede Website eines E-Commerce-Unternehmens ist automatisch ein Onlineshop. Sie kann beispielsweise nur Informationen bereitstellen und auf einen externen Marktplatz verweisen.
Was ist der Unterschied zwischen E-Commerce und E-Business?
E-Commerce und E-Business sind keine gleichbedeutenden Begriffe. E-Business ist der weiter gefasste Oberbegriff. Er umfasst digital unterstützte Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Dazu können interne Abläufe, elektronische Beschaffung, digitale Kommunikation und weitere betriebliche Prozesse gehören.
E-Commerce konzentriert sich dagegen auf den Kauf und Verkauf von Waren oder Leistungen über elektronische Verbindungen. Das Gabler Wirtschaftslexikon ordnet E-Commerce entsprechend als den auf Kauf und Verkauf bezogenen Teil des Electronic Business ein.
Die Beziehung lässt sich knapp formulieren:
E-Commerce ist ein Teil des E-Business. Nicht jeder E-Business-Prozess ist E-Commerce.
Ein digitales System zur internen Personalverwaltung kann beispielsweise zum E-Business gehören, ohne E-Commerce zu sein. Wird über eine digitale Plattform eine kostenpflichtige Leistung verkauft, handelt es sich dagegen um E-Commerce.
Beispiele für eine präzise Verwendung
Die folgenden Sätze zeigen, wie der Begriff in deutschsprachigen Texten eindeutig eingesetzt werden kann:
- Der E-Commerce ist ein Teilbereich des E-Business.
- E-Commerce heißt auf Deutsch „elektronischer Handel“.
- Das Unternehmen verkauft seine Produkte im E-Commerce über einen eigenen Onlineshop und einen Marktplatz.
- Der Bericht vergleicht Onlinehandel und stationären Handel.
- Die neue E-Commerce-Plattform wickelt digitale Bestellungen ab.
Unpräzise wäre dagegen die Aussage, ein Onlineshop und E-Commerce seien grundsätzlich dasselbe. Der Shop bezeichnet einen konkreten Verkaufskanal, während E-Commerce den elektronisch abgewickelten Handel beschreibt.
Kurz zusammengefasst
Die korrekte deutsche Schreibweise lautet „E-Commerce“. Der Begriff ist die Kurzform von „Electronic Commerce“ und bedeutet auf Deutsch „elektronischer Handel“. Als ähnliche Bezeichnungen kommen vor allem „Onlinehandel“ und „Internethandel“ infrage.
Grammatisch heißt es „der E-Commerce“, „des E-Commerce“ und „im E-Commerce“. In zusammengesetzten Substantiven bleibt der Bindestrich erhalten, etwa bei „E-Commerce-Unternehmen“ oder „E-Commerce-Plattform“.
E-Commerce sollte nicht mit Onlineshop, Online-Shopping oder E-Business gleichgesetzt werden. Ein Onlineshop ist lediglich eine mögliche Verkaufsumgebung. E-Business ist dagegen der umfassendere Begriff, zu dessen Teilbereichen der E-Commerce gehört.
