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Google Ads Werbeagentur: So funktioniert die Zusammenarbeit im laufenden Betrieb

Der Leitfaden zeigt, wie Sie Aufgaben, Zugriffe, Tracking, Freigaben, Budgets und Reporting mit Ihrer Google Ads Werbeagentur klar organisieren.

Zwei Männer arbeiten in einem hellen Büro nebeneinander am Laptop, auf dem Bildschirm Programmcode

Eine Google Ads Werbeagentur plant Kampagnen, setzt sie um und optimiert sie. Ob daraus wirtschaftliche Ergebnisse werden, entscheidet sich jedoch selten allein im Werbekonto. Es entscheidet sich an den Schnittstellen: Wer legt Ziele fest, wer liefert Produktwissen, wer gibt frei, wer misst, wer erklärt Abweichungen.

Diese Seite ist ein operativer Leitfaden für genau diese Schnittstellen. Sie beschreibt, wie Unternehmen und Agentur Aufgaben verteilen, wie ein Onboarding aufgebaut sein sollte, wie Kontozugriffe sicher organisiert werden, welche Ziel- und Trackinggrundlage vor dem Start stehen muss und wie Reporting, Freigaben und Budgetsteuerung im Alltag ineinandergreifen.

Nicht behandelt wird hier, wie man eine Agentur findet, vergleicht oder auswählt. Der Leitfaden setzt an dem Punkt an, an dem die Entscheidung gefallen ist und die Zusammenarbeit tragfähig werden muss.

Rollen klären, bevor die erste Kampagne startet

Die häufigste Reibung entsteht nicht durch schlechte Kampagnenarbeit, sondern durch unklare Zuständigkeit. Die Agentur wartet auf eine Landingpage, auf Preise oder auf eine Freigabe, das Unternehmen geht davon aus, dass beides längst übernommen wurde. Deshalb gehört vor den Kampagnenstart eine schriftliche Aufgabenverteilung: Wer entscheidet, wer setzt um, wer liefert Informationen zu.

AufgabenbereichUnternehmenGoogle Ads Werbeagentur
GeschäftszieleDefiniert Umsatz-, Lead- und WachstumszieleÜbersetzt Ziele in eine Kampagnenstrategie
BudgetLegt Rahmen, Prioritäten und Obergrenzen festVerteilt das freigegebene Budget auf Kampagnen
KampagnenstrukturLiefert Produktwissen und SortimentslogikErstellt, strukturiert und optimiert Kampagnen
AnzeigenPrüft Aussagen, Preise und rechtliche VorgabenFormuliert und testet Anzeigenvarianten
LandingpagesVerantwortet Inhalte, Technik und VeröffentlichungGibt Empfehlungen auf Basis der Kampagnendaten
TrackingStellt technische Ansprechpartner und Zugänge bereitDefiniert Anforderungen und prüft die Messung
AuswertungLiefert Umsatz-, Qualitäts- und MargendatenAnalysiert Kontodaten und leitet Maßnahmen ab
FreigabenBenennt entscheidungsberechtigte PersonenDokumentiert, was wann freigegeben werden muss

Das Modell ist kein Standard, sondern ein Ausgangspunkt. Manche Agenturen übernehmen zusätzlich Landingpage-Anpassungen, Feed-Management oder die Tracking-Implementierung. Wichtig ist nur, dass jede Zeile genau eine verantwortliche Seite hat und keine Aufgabe zwischen beiden hängen bleibt.

Dazu gehört ein Entscheidungsrahmen. Ohne Einzelfreigabe laufen typischerweise Gebotsanpassungen innerhalb vereinbarter Zielwerte, Anzeigentests, Keyword- und Suchbegriffspflege sowie Umschichtungen innerhalb des freigegebenen Monatsbudgets. Ausdrücklich abgestimmt werden sollten neue Märkte oder Sprachen, neue Kampagnentypen, veränderte Markenbotschaften, neue oder geänderte Conversion-Ziele und jede Erhöhung des Budgetrahmens. Diese Liste gehört in ein Dokument, nicht in die Erinnerung an ein Gespräch. Fehlt sie, endet entweder jede kleine Optimierung in einer E-Mail-Schleife, oder die Agentur trifft allein Entscheidungen, die dem Unternehmen obliegen.

Onboarding: was die Agentur wirklich braucht

Ein gutes Onboarding besteht nicht aus der Übergabe von Zugängen. Es vermittelt das Geschäftsmodell und die wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen eine Kampagne überhaupt erfolgreich sein kann.

Zusammenstellen sollte das Unternehmen mindestens:

  • Produkte, Dienstleistungen und die wichtigsten Umsatzbereiche
  • Zielgruppen, Regionen und relevante Sprachen
  • Saisonale Schwankungen und geplante Aktionen
  • Durchschnittliche Warenkörbe, Margen oder Lead-Werte
  • Vertriebsprozess und typische Dauer bis zum Abschluss
  • Bestehende Marken-, Text- und Designvorgaben
  • Rechtliche Einschränkungen für Anzeigen und Landingpages
  • Bisherige Kampagnenerfahrungen und bekannte Problemfelder
  • Zuständige Personen für Marketing, Technik, Vertrieb und Freigaben

Bei einem bestehenden Konto kommt die Vorgeschichte hinzu: Welche Kampagnen liefen, auf welche Ziele wurde optimiert, wann gab es größere Umbauten. Historische Kurven werden erst dann aussagekräftig, wenn sie mit geschäftlichen Ereignissen abgeglichen werden. Ein Einbruch der Conversion-Rate kann ein technischer Fehler sein, eine Preiserhöhung, eine schlechtere Warenverfügbarkeit oder schlicht das Ende einer Aktion.

Das Onboarding endet mit einem dokumentierten Startplan: benötigte Zugriffe, offene Trackingaufgaben, erste Maßnahmen, Verantwortliche, Termine. Damit ist jederzeit sichtbar, welche Voraussetzung für den Start noch fehlt und bei wem sie liegt.

Kontozugriffe: Eigentum beim Unternehmen, Zugriff bei der Agentur

Das Google Ads Konto sollte dem werbenden Unternehmen gehören, nicht der Agentur. Das sichert den Zugang zu allen historischen Daten, auch wenn die Zusammenarbeit später endet. Die Agentur arbeitet mit eigenem Zugriff und betreut das Konto über ihr Verwaltungskonto. Ein solches Verwaltungskonto ermöglicht laut Google Ads-Hilfe die zentrale Verwaltung mehrerer Google-Ads-Konten, ohne dass dafür die Anmeldedaten der einzelnen Konten geteilt werden müssen. Persönliche Passwörter weiterzugeben ist damit in keinem Fall nötig: Nutzer werden mit ihrer eigenen geschäftlichen Adresse eingeladen, oder das Konto wird mit dem Verwaltungskonto verknüpft. So bleibt nachvollziehbar, wer welche Änderung vorgenommen hat, und einzelne Zugänge lassen sich gezielt entziehen.

Google Ads unterstützt unterschiedliche Zugriffsebenen. Berechtigungen sollten passend zur jeweiligen Rolle vergeben und regelmäßig geprüft werden. Administratorrechte braucht nur, wer Nutzer verwaltet, Verknüpfungen ändert oder grundlegende Kontoeinstellungen bearbeitet. Für alle anderen Beteiligten reichen Standard-, Abrechnungs- oder Lesezugriffe.

Neben Google Ads sind meist weitere Systeme betroffen:

  • Google Analytics
  • Google Tag Manager
  • Google Merchant Center
  • Shop-, Website- oder Content-Management-System
  • Consent-Management-Plattform
  • Produktfeed oder Feed-Management-System
  • CRM oder Vertriebssoftware
  • Dashboard- und Reportingwerkzeuge

Führen Sie dazu eine Berechtigungsliste mit System, Zugriffsinhaber, Zugriffsstufe und Datum der letzten Prüfung. Diese Liste ist der Unterschied zwischen einem geordneten Wechsel und einer Suche nach vergessenen Zugängen.

Auf der Ebene des Verwaltungskontos misst Google auch das Partners-Programm, das für den Partnerstatus Anforderungen in den Bereichen Leistung, Ausgaben und Zertifizierungen stellt. Für die tägliche Zusammenarbeit ist das eine Randnotiz: Der Status beschreibt die Agentur insgesamt, nicht die Sorgfalt in Ihrem Konto. Prüfbar bleibt Letzteres nur über Dokumentation, Änderungsverlauf und Reporting.

Ziele definieren, bevor Gebote automatisiert werden

Eine Agentur kann nur auf Ziele optimieren, die fachlich sinnvoll und technisch messbar sind. Formulierungen wie mehr Umsatz, bessere Leads oder mehr Sichtbarkeit taugen als Absichtserklärung, nicht als Steuerungsgröße.

Ein belastbares Ziel hat vier Bestandteile:

  1. Geschäftsergebnis: Was soll wirtschaftlich erreicht werden?
  2. Messbare Aktion: Welche Nutzerhandlung bildet dieses Ergebnis ab?
  3. Zielwert: Welche Kosten pro Aktion oder welcher Umsatz je Euro Werbeausgabe gilt als vertretbar?
  4. Zeitraum: Über welche Spanne wird bewertet, und ab wann?

Für einen Onlineshop ist das Hauptziel meist ein Kauf mit übertragenem Bestellwert. Bei Dienstleistungen ist es die qualifizierte Anfrage, und dort reicht es nicht, jedes abgesendete Formular gleich zu gewichten. Vertrieb und Agentur müssen klären, welche Anfrage als relevant gilt, welchen durchschnittlichen Auftragswert sie hat und wie spätere Abschlüsse in die Messung zurückfließen.

Trennen Sie primäre und sekundäre Conversions. Primäre Aktionen steuern die Gebote. Newsletter-Anmeldungen, Downloads oder lange Besuchsdauern liefern Hinweise, sollten aber nicht denselben Rang bekommen wie ein Kauf oder ein qualifizierter Lead. Sonst optimiert die Automatisierung auf Aktionen, die keinen Umsatz erzeugen.

Conversion-Tracking gemeinsam abnehmen

Conversion-Tracking erfasst laut Google Ads-Hilfe, welche definierten Aktionen nach einer Anzeigeninteraktion stattfinden, beispielsweise Käufe, Anrufe, Registrierungen oder App-Aktionen. Diese Messung ist die gemeinsame Datengrundlage für Strategie, Gebotssteuerung und Reporting. Vor dem Kampagnenstart gehört jede relevante Conversion auf den Prüfstand:

  • Wird die Aktion nur bei einem tatsächlichen Erfolg ausgelöst?
  • Wird sie einmal oder mehrfach gezählt?
  • Werden Umsatz, Währung und Transaktions-ID korrekt übertragen?
  • Funktioniert die Messung auf Mobilgeräten und am Desktop?
  • Werden Telefonanrufe sinnvoll erfasst?
  • Sind doppelte Zählungen durch parallele Importe aus Analytics und Google Ads ausgeschlossen?
  • Sind Einwilligung und Datenschutzvorgaben berücksichtigt?
  • Lassen sich Test-Conversions eindeutig erkennen und herausfiltern?

Die Abnahme kann nicht allein bei der Agentur liegen. Ob die gemessene Aktion einen geschäftlichen Wert hat, weiß nur das Unternehmen. Ein technisch einwandfrei erfasstes Formular ist wertlos, wenn darüber überwiegend Spam eingeht.

Automatisierte Gebote verschärfen diese Anforderung. Smart Bidding bezeichnet Gebotsstrategien, die Google AI verwenden, um Gebote für Auktionen anhand des jeweiligen Conversion- oder Conversion-Wert-Ziels zu optimieren. Ein falsch gesetzter Conversion-Wert oder eine ungeeignete Zielaktion wirkt damit direkt auf jede einzelne Gebotsentscheidung, nicht erst auf den Monatsbericht.

Vereinbaren Sie deshalb eine feste Regel: Änderungen an conversionrelevanten Seiten, an Formularen, am Shop oder am Consent-Banner werden der Agentur vor der Veröffentlichung angekündigt, und das Tracking wird danach erneut getestet.

Die ersten Wochen: erst verstehen, dann umbauen

In der Startphase geht es nicht darum, möglichst schnell neue Kampagnen zu aktivieren, sondern darum, das Konto zu verstehen. Bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  1. Kontostruktur, Einstellungen und bisherige Leistung prüfen
  2. Conversion-Aktionen und Trackingqualität bewerten
  3. Suchbegriffe, Zielgruppen, Placements und Produktdaten analysieren
  4. Budgets und Kampagnenprioritäten mit den Geschäftszielen abgleichen
  5. Fehler, Risiken und kurzfristige Potenziale dokumentieren
  6. Maßnahmen nach Dringlichkeit und erwarteter Wirkung priorisieren
  7. Änderungen kontrolliert umsetzen und ihre Wirkung beobachten

Werden Struktur, Anzeigen, Gebote, Zielseiten und Tracking gleichzeitig geändert, ist hinterher nicht mehr zu klären, welche Maßnahme welchen Effekt hatte. Kritische Fehler wie ein defektes Tracking oder teure, irrelevante Suchbegriffe dürfen sofort behoben werden. Strategische Umbauten gehören in nachvollziehbare Schritte mit jeweils eigenem Bewertungszeitraum.

Budget und Freigaben im Alltag steuern

Budget ist der Punkt, an dem Zusammenarbeit am schnellsten scheitert. Legen Sie deshalb fest, welcher Rahmen pro Monat gilt, wie er auf Kampagnen oder Geschäftsbereiche verteilt wird, wer eine Über- oder Unterausschöpfung meldet und ab welcher Abweichung das geschieht. Sinnvoll ist außerdem ein Vorlauf für Aktionen und Saisonspitzen: Wer eine Budgetanhebung erst am Aktionstag freigibt, verschenkt die Phase, in der die Kampagne sich einregelt.

Halten Sie schriftlich fest, wer freigeben darf und wer im Urlaubs- oder Krankheitsfall vertritt. Eine ausstehende Freigabe, für die es keine Vertretung gibt, stoppt eine Kampagne genauso zuverlässig wie ein leeres Budget.

Kommunikationstakt festlegen

Zu viele Termine ohne Entscheidungsbedarf kosten Zeit, zu wenige verzögern Informationen. Für die meisten Unternehmen trägt dieser Rhythmus:

  • Kurzer operativer Termin wöchentlich oder alle zwei Wochen
  • Ausführliche Ergebnisbesprechung einmal pro Monat
  • Strategische Planung pro Quartal
  • Definierter Eskalationsweg bei Trackingausfällen oder starken Abweichungen
  • Zentrale Dokumentation von Entscheidungen und offenen Aufgaben

Der operative Termin behandelt Budgetverlauf, technische Probleme, neue Angebote, benötigte Freigaben und kurzfristige Maßnahmen. Das Monatsgespräch bewertet Ergebnisse, Ursachen und nächste Tests. Die Quartalsplanung nimmt Saison, neue Produktbereiche, Zielwerte und Marktveränderungen auf.

Auf beiden Seiten sollte je eine hauptverantwortliche Person benannt sein, die Rückfragen bündelt. Für dringende Fälle sollte definiert sein, was als kritisch gilt, etwa ein kompletter Trackingausfall oder eine deutliche Budgetüberschreitung, und über welchen Kanal wer dann erreichbar ist.

Reporting, das Entscheidungen trägt

Ein gutes Reporting besteht nicht aus möglichst vielen Kennzahlen, sondern beantwortet drei Fragen: Werden die Ziele erreicht, warum verändern sich die Ergebnisse, und was folgt daraus.

Dazu gehören:

  • Kosten und Budgetausschöpfung
  • Conversions und Conversion-Werte
  • Kosten pro Conversion oder Return on Advertising Spend
  • Entwicklung nach Kampagne, Produktbereich oder Markt
  • Vergleich mit Zielwerten und geeigneten Vorperioden
  • Einordnung auffälliger Veränderungen
  • Durchgeführte Maßnahmen und ihre erwartete Wirkung
  • Geplante Tests, offene Entscheidungen und Risiken

Klicks, Impressionen und Klickrate helfen bei der Diagnose, sind aber kein Geschäftsziel. Ähnlich der Qualitätsfaktor: Google beschreibt ihn als Diagnosewert auf Keyword-Ebene, der unter anderem auf der erwarteten Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung mit der Landingpage basiert. Er zeigt Ansatzpunkte, ersetzt aber keine wirtschaftliche Bewertung und taugt nicht als vertraglich vereinbarte Erfolgskennzahl.

Ein Bericht sollte außerdem Beobachtung und Ursache sauber trennen. Steigende Kosten pro Lead sind eine Beobachtung. Solange die Ursache offen ist, gehört in den Bericht, welche Hypothesen geprüft werden und welche Daten für eine belastbare Erklärung noch fehlen, statt vorschnelle Schlüsse als Fakten zu präsentieren.

Transparenz im Konto: Änderungsverlauf plus Begründung

Das Unternehmen sollte jederzeit nachvollziehen können, was im Konto passiert. Der Änderungsverlauf in Google Ads zeigt Änderungen am Konto und kann nach Kriterien wie Zeitraum, Kampagne, Nutzer oder Änderungstyp gefiltert werden. Er klärt zuverlässig, wann ein Budget, eine Anzeige oder eine Gebotsstrategie angefasst wurde, aber er erklärt nicht, warum.

Für größere Maßnahmen gehört deshalb eine kurze fachliche Dokumentation dazu:

  • Ausgangssituation und Problem
  • Geplante Änderung
  • Erwartete Wirkung
  • Startzeitpunkt und Bewertungszeitraum
  • Relevante Zielkennzahlen
  • Ergebnis und die daraus abgeleitete Entscheidung, also beibehalten, anpassen oder zurückrollen

Ebenso gehören automatische Regeln, Empfehlungen und automatisch angewendete Änderungen in die Absprache. Nicht jeder Vorschlag der Plattform passt zu den Geschäftszielen. Legen Sie fest, welche Automatisierungen zulässig sind und welche eine ausdrückliche Freigabe brauchen.

Rückmeldungen aus dem Vertrieb schließen den Kreis

Kontodaten zeigen nur einen Ausschnitt der wirtschaftlichen Realität. Besonders bei längeren Vertriebszyklen braucht die Agentur Rückmeldungen aus Vertrieb, Kundenservice und Warenwirtschaft:

  • Welche Leads qualifiziert und welche unbrauchbar waren
  • Welche Anfragen zu Angeboten und Abschlüssen geführt haben
  • Welche Produkte hohe Rückgabe- oder Stornoquoten zeigen
  • Welche Leistungen besonders profitabel sind
  • Wo Lieferengpässe oder Kapazitätsgrenzen bestehen
  • Welche Kundengruppen langfristig den höchsten Wert haben

Erst damit kann die Agentur auf Geschäftsergebnisse statt auf Oberflächensignale optimieren. Wo es technisch möglich ist, sollten qualifizierte Leads, Offline-Abschlüsse oder korrigierte Conversion-Werte strukturiert zurück in die Messung fließen, damit auch die Gebotsautomatisierung auf wirtschaftlich relevante Ergebnisse lernt.

Den Ausstieg von Anfang an mitdenken

Eine Zusammenarbeit endet irgendwann, geplant oder ungeplant. Vereinbaren Sie früh, dass Konto, Tag-Manager-Container, Feed und Analysedaten dem Unternehmen gehören, dass die Dokumentation von Zielen, Conversion-Definitionen und laufenden Tests fortlaufend gepflegt wird und dass Agenturzugänge beim Wechsel gezielt entzogen werden können. Wer das erst zum Kündigungstermin klärt, verliert Historie, die sich nicht wiederherstellen lässt.

Checkliste für die laufende Zusammenarbeit

  • Sind Ziele, Budgets und Prioritäten aktuell?
  • Sind alle primären Conversions korrekt definiert und abgenommen?
  • Funktioniert das Tracking nach den letzten technischen Änderungen?
  • Hat jeder Beteiligte nur die Rechte, die seine Rolle braucht?
  • Sind Änderungen und Tests mit Grund und Bewertungszeitraum dokumentiert?
  • Enthält das Reporting Ursachen, Maßnahmen und Entscheidungen?
  • Bekommt die Agentur Rückmeldung zur Lead- und Umsatzqualität?
  • Gibt es offene Freigaben oder fehlende Inhalte?
  • Werden Budgetabweichungen früh genug gemeldet?
  • Sind Verantwortliche, Vertretungen und Eskalationswege eindeutig?

Die Zusammenarbeit mit einer Google Ads Werbeagentur ist damit vor allem eine Organisationsaufgabe. Klare Rollen, saubere Zugriffe, gemeinsam abgenommene Ziele, geprüfte Messung und dokumentierte Entscheidungen sorgen dafür, dass Kampagnen kontrolliert weiterentwickelt werden, statt in Zyklen aus Umbau und Erklärungsnot zu laufen. Je vollständiger beide Seiten ihre Informationen zusammenführen, desto genauer lässt sich Google Ads auf die tatsächlichen Geschäftsergebnisse ausrichten.