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Google Keyword Tool AdWords: Was daraus wurde und wie Sie heute hineinkommen

Erfahren Sie, wie das frühere AdWords Keyword Tool heute heißt, wo Sie den Keyword-Planer öffnen und warum manche Konten nur Suchvolumen-Spannen sehen.

Aufgeklappter Laptop auf dunklem Untergrund, auf dem Bildschirm eine Google-Trefferliste zur Suche „Online Marketing Experte“

Das “Google Keyword Tool” aus AdWords-Zeiten gibt es unter diesem Namen nicht mehr. Abgeschafft wurde seine Funktion allerdings nie: Sie steckt heute im Google Keyword-Planer, und der liegt im Google-Ads-Konto. Sie suchen also kein verschollenes Produkt, sondern einen Menüpunkt.

Zwei Dinge lohnt es dabei von Anfang an zu trennen: der Zugang zum Tool und die Genauigkeit der Zahlen, die es Ihnen zeigt. Das eine hängt am Konto, das andere an Ihren Anzeigenausgaben. Beides wird häufig verwechselt.

Die Namenskette: Keyword Tool, Keyword-Planer, Google Ads

Zwei Ereignisse erklären, warum heute drei Bezeichnungen nebeneinander kursieren.

2013, die Zusammenlegung. Google führte den Keyword-Planer ein und fasste darin das bisherige AdWords Keyword Tool und den Traffic Estimator zusammen. Beide Vorgänger wurden anschließend abgeschaltet. Seitdem ist “Keyword-Planer” der offizielle Name, “Keyword Tool” nur noch Umgangssprache.

2018, die Umbenennung der Plattform. Zum 24. Juli 2018 wurde aus Google AdWords Google Ads. Damit verschwand auch die Produktbezeichnung “AdWords Keyword Tool” endgültig, denn ein Produkt namens AdWords existiert seither nicht mehr.

Die Kette liest sich also so: AdWords Keyword Tool und Traffic Estimator, danach Keyword-Planer in Google AdWords, heute Keyword-Planer in Google Ads.

Praktisch bedeutet das: Anleitungen, Screenshots und Videos, die vom “AdWords Keyword Tool”, “Google Keyword Tool” oder “AdWords Keyword Planner” sprechen, meinen fast immer eine ältere Oberfläche desselben Werkzeugs. Die Beschreibung der Sache ist oft noch brauchbar, der darin gezeigte Klickpfad selten.

Der Weg im Konto

Der Keyword-Planer ist kein eigenständiges, frei aufrufbares Werkzeug mit eigener Adresse. Er ist ein Bereich innerhalb der Google-Ads-Oberfläche. Alte AdWords-Lesezeichen führen deshalb typischerweise auf eine Weiterleitung oder eine Anmeldeseite, nicht auf das Tool.

So kommen Sie hinein:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google-Ads-Konto an.
  2. Stellen Sie sicher, dass das Konto im Expertenmodus läuft, nicht im Smart-Modus.
  3. Öffnen Sie das Menü Tools und Einstellungen, je nach Kontoversion nur Tools oder ein Werkzeugsymbol.
  4. Wählen Sie den Bereich Planung.
  5. Klicken Sie auf Keyword-Planer.

Danach begrüßen Sie zwei Einstiegskacheln, “Neue Keywords entdecken” und “Suchvolumen und Prognosen abrufen”. An dieser Stelle stehen Sie im direkten Nachfolger des alten AdWords Keyword Tools. Google verschiebt die Navigation gelegentlich, der verlässliche Anker bleibt deshalb der Begriff “Keyword-Planer” unter “Planung”.

Wenn der Menüpunkt fehlt

Der mit Abstand häufigste Grund ist der Smart-Modus. Er zeigt nur einen vereinfachten Ausschnitt von Google Ads, und der vollständige Werkzeugbereich gehört nicht dazu. Der Keyword-Planer ist ausschließlich im Expertenmodus sichtbar. In den Kontoeinstellungen finden Sie dafür eine Option in der Art von “Zum Expertenmodus wechseln”.

Der zweite Grund ist banal, aber wirksam: Das Konto existiert noch nicht wirklich. Der Keyword-Planer kostet nichts, ist aber nicht öffentlich. Ohne fertig eingerichtetes Google-Ads-Konto ist er schlicht nicht erreichbar, ein bloßes Google-Konto genügt nicht. Die Details zu Voraussetzungen und Oberfläche hält Google in der Google Ads-Hilfe zum Keyword-Planer aktuell.

Zugang ohne aktive Kampagne

Ja, das geht. Eine laufende Anzeigenkampagne ist keine Bedingung dafür, den Keyword-Planer zu öffnen. Nötig ist das eingerichtete Konto plus Expertenmodus.

Der gegenteilige Eindruck entsteht während der Registrierung: Google führt neue Nutzerinnen und Nutzer im Einrichtungsassistenten ziemlich direkt in die Erstellung einer ersten Kampagne. Wer das für einen Pflichtschritt hält, veröffentlicht Anzeigen, die er gar nicht wollte. Achten Sie deshalb darauf, ob eine Kampagne nur vorbereitet oder tatsächlich aktiviert wird. Bereits angelegte Kampagnen lassen sich pausieren, ohne dass der Zugang zum Tool verloren geht. Zugang zum Keyword-Planer und Auslieferung von Anzeigen sind zwei getrennte Zustände.

Dass diese Frage viele beschäftigt, lässt sich messen: Die Variante “google keyword planner ohne kampagne” wird in Deutschland rund 30-mal im Monat gesucht und trägt mit 20,87 Euro den mit Abstand höchsten Klickpreis im gesamten Umfeld dieses Themas.

Warum Ihr Konto nur Spannen sieht

Zugang bedeutet nicht automatisch volle Datentiefe. Konten ohne Anzeigenausgaben oder mit sehr geringen Ausgaben bekommen bei den durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen nur Spannen angezeigt statt exakter Werte. Statt einer Zahl steht dort ein Bereich, etwa von 100 bis 1.000.

Wichtig für die Einordnung: Das ist kein Zeichen dafür, dass Sie im falschen Tool gelandet sind, kein Fehler Ihres Kontos und kein Einstellungsproblem. Es ist die reguläre Darstellung des Keyword-Planers für Konten mit wenig oder ohne Werbeaktivität. Einen Schalter, der die Spannen ohne entsprechende Ausgaben in genaue Werte verwandelt, gibt es nicht. Eine vollständige Kontoeinrichtung löst Zugangsprobleme, an dieser Granularität ändert sie nichts.

Warum der alte Name überlebt hat

Die Bezeichnung ist seit 2013 fachlich überholt und seit 2018 auch offiziell verschwunden, gesucht wird sie trotzdem weiter: rund 30-mal pro Monat in Deutschland. Zum Vergleich: Der heute übliche Oberbegriff “Keyword-Recherche” kommt auf etwa 1.600 Suchen pro Monat, also mehr als das Fünfzigfache. Der alte Toolname ist damit ein Restbestand aus verlinkten Tutorials, gespeicherten Lesezeichen und Karteikartenwissen.

Interessant ist, wohin diese Suche führt: Fünf der acht organischen Treffer liegen auf Google-eigenen Domains, darunter adwords.google.com und die Hilfeseiten. Ein Featured Snippet oder People-also-ask-Fragen liefert Google zu dieser Anfrage nicht aus. Wer den alten Namen eingibt, landet also meist direkt bei Google, muss sich die Antwort aber selbst aus den Trefferseiten holen.

Kurzfassung

Das gesuchte “Google Keyword Tool AdWords” heißt heute Google Keyword-Planer und liegt im Google-Ads-Konto unter Tools und Einstellungen, Bereich Planung. Sichtbar ist es nur im Expertenmodus. Ein eingerichtetes Konto ist Pflicht, eine aktive Kampagne nicht. Und ohne nennenswerte Anzeigenausgaben zeigt Ihnen dasselbe Tool die durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen als Spanne statt als Zahl. Zugang und Datengenauigkeit sind zwei verschiedene Fragen, und nur die erste beantwortet ein Klickpfad.