Meta Keywords mit Komma trennen: die korrekte Schreibweise
So formatieren Sie Meta Keywords mit Komma, optionalen Leerzeichen und Mehrwortbegriffen korrekt, mit Code-Beispielen und Einordnung für Google.
Meta Keywords werden im HTML-Quelltext zwingend durch ein Komma voneinander getrennt, nicht durch Semikolon, Bindestrich, Pipe oder ein blosses Leerzeichen. Ein Leerzeichen nach dem Komma darf verwendet werden, ist aber optional, da Suchmaschinen und Parser es ohnehin abschneiden und beide Varianten identisch lesen.
Dieser Ratgeber behandelt ausschliesslich die formale Schreibweise und Syntax des keywords-Meta-Tags. Es geht hier nicht um eine allgemeine Übersicht aller Meta-Tags oder um die strategische Keyword-Auswahl, sondern einzig um die korrekte Formatierung des Trennzeichens.
Das Komma ist das einzige gültige Trennzeichen
Alle gewünschten Begriffe stehen in einem einzigen content-Attribut und werden dort aneinandergereiht, getrennt durch das Komma. Genau so wurde der historische Keyword-Tag gesetzt, für dessen Begriffe eine Seite einst ranken sollte. Und genau so erwarten ihn auch heute noch alle Systeme, die das Feld auslesen.
Die Frage, ob Meta-Keywords mit Komma, Bindestrich, mit oder ohne Leerzeichen getrennt werden, ist keine konstruierte, sondern eine echte Nutzerfrage. In deutschen SEO-Foren wie Abakus taucht sie seit Jahren immer wieder auf. Auch in den Foren von Shopsystemen wie Shopware wird die Eingabe der Meta-Keywords als umstritten beschrieben, inklusive der offenen Frage nach der Anzahl der kommagetrennten Einträge. Die Antwort auf das Trennzeichen-Problem hat sich trotz dieser Diskussionen nie geändert: Das Komma ist der Standard.
Ein zweites keywords-Tag im selben Dokument ist übrigens kein Ersatz für das Komma, sondern ein Syntaxfehler. Alle Begriffe müssen in einem einzigen Tag gesammelt werden.
Leerzeichen nach dem Komma: optional
Das offizielle Beispiel des W3C notiert die Begriffe kommagetrennt ohne Leerzeichen. Funktional macht das in der Praxis keinen Unterschied. Führende und folgende Leerzeichen eines Eintrags werden von jedem gängigen Parser verworfen. Sie können sich also für eine der beiden Varianten entscheiden. Wichtig ist nur, dass Sie Ihre Wahl über alle Seiten hinweg konsequent durchhalten. So bleiben automatisierte Auswertungen der eigenen Tags sauber vergleichbar.
Eines ist jedoch zwingend: Kein Leerzeichen gehört direkt vor das Komma.
Kleinschreibung ist die Konvention
Meta Keywords werden in der Regel klein geschrieben. Zwingend technisch erforderlich ist das nicht, denn der Abgleich erfolgt in modernen Systemen praktisch immer ohne Rücksicht auf Gross- und Kleinschreibung. Die Kleinschreibung ist trotzdem die deutlich bessere Wahl. Sie verhindert, dass es zu scheinbaren Dubletten kommt, wie etwa Dachsanierung neben dachsanierung. Das ist besonders dann relevant, wenn das Feld später ausgelesen, exportiert oder in eine interne Suche übernommen wird. Lediglich Eigennamen und Marken dürfen in ihrer korrekten Schreibweise belassen werden.
Mehrwortkeywords bleiben ein Eintrag
Ein Keyword, das aus mehreren Wörtern besteht, wird nicht in seine Einzelteile zerlegt. Der Begriff dachsanierung kosten ist ein Eintrag, nicht zwei. Die Wörter innerhalb eines solchen Mehrwortkeywords werden durch normale Leerzeichen getrennt, niemals durch Bindestriche oder Kommas. Anführungszeichen um einen solchen Eintrag sind überflüssig. Im schlimmsten Fall brechen sie sogar das umschliessende content-Attribut auf und zerstören den HTML-Code. Umlaute und Sonderzeichen sind hingegen unproblematisch, solange das Dokument sauber als UTF-8 ausgeliefert wird.
Wie viele Begriffe sinnvoll sind
Die Anzahl der Meta Keywords ist technisch im Prinzip unbeschränkt. Empfohlen wird jedoch eine klare Fokussierung auf die 3 bis 5 wichtigsten Begriffe, per Komma getrennt. Alles, was darüber hinausgeht, ist genau das Verhalten, das den Tag historisch entwertet hat. Er wurde damals zum Ablageort für Begriffe, die mit der eigentlichen Seite nichts zu tun hatten. Singular- und Pluralformen desselben Wortes, Tippfehlervarianten und endlose Ortsnamen in Serie blähen die Liste nur auf, ohne einen echten Mehrwert zu liefern.
Korrektes Code-Beispiel
Hier sehen Sie eine korrekte Syntax ohne Leerzeichen nach dem Komma:
<meta name="keywords" content="dachsanierung,dachsanierung kosten,flachdach abdichten">
Alternativ ist auch diese Schreibweise mit Leerzeichen nach dem Komma absolut korrekt:
<meta name="keywords" content="dachsanierung, dachsanierung kosten, flachdach abdichten">
Fehlerhaftes Code-Beispiel
Im folgenden Beispiel sind mehrere schwere Syntaxfehler enthalten:
<meta name="keyword" content="dachsanierung; flachdach abdichten | "dachdecker",">
In dieser einen Zeile stecken gleich fünf Fehler:
name="keyword"steht im Singular. Korrekt ist zwingendkeywords.- Das Semikolon wird als Trennzeichen verwendet, was zu falschen Auswertungen führt.
- Die Pipe wird als Trennzeichen verwendet, was ebenfalls nicht dem Standard entspricht.
- Anführungszeichen um einen Eintrag schliessen das Attribut vorzeitig und brechen den Code.
- Ein Komma am Ende erzeugt einen leeren, sechsten Eintrag, der verarbeitet werden muss.
Was die Schreibweise für Google bedeutet
Für das Ranking bei Google bedeutet eine korrekte Schreibweise schlichtweg nichts. Google gab am 21. September 2009 im offiziellen Search-Blog bekannt, dass das keywords-Meta-Tag für das Web-Ranking nicht mehr verwendet wird. Als Grund wurde genau die beschriebene Verwässerung genannt: Das Feld wurde zu schnell zum Ablageort irrelevanter Keywords, die Besucher ohnehin nie zu sehen bekamen. Eine perfekt kommagetrennte Liste rankt deshalb keinen Millimeter besser als eine fehlerhafte oder als ein gänzlich fehlendes Tag.
Ob andere Suchmaschinen wie Bing oder Yandex das Tag aktuell noch als schwaches Signal oder als Spam-Indikator auswerten, ist nicht durch eine aktuelle Herstelleraussage belegt. Wer es pflegt, sollte es also auf keinen Fall als Rankinghebel verstehen.
Warum das Feld trotzdem sauber sein sollte
Meta Keywords waren einst ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung und haben im Laufe der Jahre stark an Bedeutung verloren. Verschwunden sind sie jedoch nicht. Shopsysteme wie Gambio oder Shopware bieten das Feld weiterhin an, und es bleibt dort pflegbar. Für die reine Suchmaschinenoptimierung eines Onlineshops ist es weitgehend unerheblich, ob die Felder ausgefüllt sind.
Relevant wird die Formatierung stattdessen dort, wo das Feld nicht an Google geht, sondern an das eigene System. Interne Suchen, Filter, Tag-Listen und Exporte lesen den Inhalt oft exakt an den Kommas auseinander. Verwenden Sie ein Semikolon, liefert die interne Suche plötzlich einen einzigen, unbrauchbaren Eintrag statt dreier sauberer Begriffe. Die korrekte Komma-Syntax sichert hier die Funktion der eigenen Infrastruktur.
Kurz zusammengefasst
- Trennzeichen: ausschliesslich das Komma.
- Leerzeichen danach: erlaubt, sollte aber einheitlich gehalten werden.
- Schreibung: prinzipiell klein, ausser bei Eigennamen und Marken.
- Mehrwortkeywords: bilden einen Eintrag, Leerzeichen innerhalb, keine Anführungszeichen.
- Anzahl: 3 bis 5 fokussierte Begriffe.
- Wirkung bei Google: seit dem Jahr 2009 keine.
