ONMA Ratgeber

Suchmaschineneoptimierung Schritt für Schritt: die Reihenfolge, die die Suchmaschine vorgibt

Welcher SEO-Schritt kommt vor welchem? Fünf Arbeitsschritte von der Crawlbarkeit bis Offpage, mit der Kennzahl, an der jeder geprüft wird.

Zwei Männer arbeiten in einem hellen Büro nebeneinander am Laptop, auf dem Bildschirm Programmcode

Suchmaschineneoptimierung umfasst alle Maßnahmen zur Verbesserung der organischen Sichtbarkeit einer Website mit dem Ziel, für relevante Suchanfragen möglichst weit oben zu erscheinen. Das ist der eine Definitionssatz, den diese Seite benötigt. Die eigentliche Frage im Arbeitsalltag lautet jedoch nicht, was der Begriff bedeutet, sondern: In welcher Reihenfolge tue ich was, und woran sehe ich, dass es gewirkt hat? Diese Seite beantwortet ausschließlich diese beiden Fragen. Sie beschreibt fünf Arbeitsschritte in einer festen Reihenfolge, begründet, warum diese Abfolge nicht beliebig ist, nennt für jeden Schritt die exakte Kennzahl, an der er geprüft wird, und sagt, wann eine Wirkung frühestens sichtbar werden kann. Wer die Reihenfolge umdreht, arbeitet nicht zwangsläufig falsch, sondern unmessbar: Er kann hinterher nicht mehr nachvollziehen, ob der betriebene Aufwand den gewünschten Effekt erzielt hat oder ob eine andere Maßnahme den Erfolg ausgelöst hat.

Warum die Maschine die Reihenfolge vorgibt

Suchmaschinen arbeiten in drei aufeinander folgenden Stufen: Crawling (Inhalte finden), Indexierung (Inhalte speichern) und Ranking (Reihenfolge bilden). Diese Stufen sind nicht parallel, sondern streng hintereinander geschaltet. Eine Seite, die nicht gecrawlt wurde, kann nicht indexiert werden. Eine Seite, die nicht im Index liegt, kann nicht ranken. Und eine Seite, die nicht rankt, kann nicht geklickt werden. Daraus folgt die Arbeitsreihenfolge fast von selbst, denn jeder Schritt der Optimierung setzt zwingend voraus, dass der vorherige funktioniert hat.

Suchmaschineneoptimierung kann auf verschiedene Suchtypen abzielen, unter anderem Bildersuche, Videosuche, Nachrichtensuche und vertikale Suchmaschinen. Unabhängig davon, welcher Suchtyp im Einzelfall relevant ist, bleibt die grundlegende Arbeitsweise der Suchmaschine gleich. Google definiert SEO im eigenen Startleitfaden ausdrücklich als das Unterstützen von Suchmaschinen dabei, die Inhalte einer Website zu verstehen, und nicht als Manipulation der Rangfolge. Das ist keine bloße Höflichkeitsformel, sondern eine brauchbare Prüffrage für jede einzelne Maßnahme. Wenn ein geplanter Schritt das Verstehen der Seite nicht messbar erleichtert, gehört er nicht in diese Reihenfolge.

Der zweite entscheidende Grund für die feste Reihenfolge ist die saubere Messbarkeit. Jeder Schritt hat eine eigene Kennzahl, und diese Kennzahlen bauen aufeinander auf. Wer Inhalt und Offpage gleichzeitig verändert, während die Hälfte der Seiten gar nicht im Index liegt, hat am Ende eine Zahl, die sich bewegt hat, aber drei mögliche Ursachen dafür. Die Reihenfolge ist also nicht nur eine technische Abhängigkeit, sie ist die zwingende Bedingung dafür, dass die spätere Auswertung überhaupt eine belastbare Aussage trifft. Nur wenn Sie wissen, welcher Schritt welche Bewegung in den Daten ausgelöst hat, können Sie den Prozess steuern.

Die fünf Schritte auf einen Blick

SchrittDie Frage dahinterKennzahl zur PrüfungFrühestens messbar
1. CrawlbarkeitFindet und speichert die Suchmaschine die Seite?Anteil der Wunsch-URLs mit Status indexiert in der Search ConsoleNach dem nächsten Crawl der betroffenen URL
2. StrukturIst klar, welche Seite wofür zuständig ist?Anzahl der Suchanfragen, bei denen mehrere eigene URLs konkurrierenNach Neuindexierung der umgebauten Verzeichnisse
3. InhaltKommt die Seite für die Suchanfrage überhaupt in Frage?Impressionen und durchschnittliche Position für die ZielanfragenSobald genug Impressionen für einen Vergleich vorliegen
4. SERP-DarstellungWird das Ranking auch geklickt?Klickrate bei unveränderter PositionSobald das neue Snippet ausgeliefert wird
5. OffpageSetzt sich die Seite gegen stärkere Wettbewerber durch?Positionsverlauf der umkämpften AnfragenDeutlich später als alle vorherigen Schritte

Diese Tabelle ist der Kern der Seite. Alles Weitere erklärt die einzelnen Zeilen im Detail und zeigt auf, wie die Abhängigkeiten ineinandergreifen.

Schritt 1: Crawlbarkeit und Indexierung

Was hier passiert. Vor jeder inhaltlichen Arbeit steht die Frage, ob die Suchmaschine die gewünschten Seiten überhaupt erreichen, laden und speichern darf. Dazu gehört die Auslieferung der Website ohne Fehlerstatus, eine erreichbare und aktuelle Sitemap sowie Anweisungen in der robots.txt, die nichts Wichtiges blockieren. Meta-Angaben dürfen nicht versehentlich die Indexierung untersagen. Zum technischen Fundament zählen außerdem Page Speed, Crawlability und Mobile Friendliness als eigene, zwingende Prüfdimensionen. Nur wenn diese Basis einwandfrei funktioniert, kann die Suchmaschine die Inhalte verarbeiten und für das Ranking heranziehen.

Warum zuerst. Dieser Schritt ist der einzige, bei dem ein Fehler alle folgenden Schritte vollständig entwertet. Ein hervorragender Text auf einer Seite mit einer Noindex-Angabe erzeugt exakt null Impressionen, und zwar völlig unabhängig von seiner Qualität. In dieser Konstellation kann man auch nichts lernen, denn es gibt schlicht keine Daten, die man auswerten könnte. Die Crawlbarkeit ist die absolute Grundvoraussetzung, ohne die kein nachfolgender Schritt eine messbare Wirkung entfalten kann.

Woran Sie es prüfen. Die maßgebliche Kennzahl ist der Anteil der URLs, die Sie im Index haben wollen und die dort tatsächlich als indexiert geführt werden. Es geht nicht um die Gesamtzahl indexierter Seiten, denn diese kann auch durch ungewollte Varianten, Druckversionen oder veraltete Adressen steigen. Sie brauchen zuerst eine verbindliche Liste der Wunsch-URLs und vergleichen diese gegen den Indexierungsbericht. Ergänzend zeigen die Crawling-Statistiken, ob die Suchmaschine überhaupt regelmäßig vorbeikommt, und die URL-Prüfung sagt für eine einzelne Adresse, was vom Crawler zuletzt gesehen wurde.

Wann eine Wirkung sichtbar wird. Frühestens beim nächsten Crawl der betroffenen URL, und dieser Zeitpunkt liegt nicht in Ihrer Hand. Google behandelt die Frage, wie lange es bis zur Sichtbarkeit von Auswirkungen dauert, im Startleitfaden als eigenen Abschnitt und sagt dort ausdrücklich keine sofortige Wirkung zu. Praktisch heißt das: Sie prüfen diesen Schritt nicht am Tag nach der Änderung, sondern erst dann, wenn der Bericht ein neues Crawl-Datum ausweist. Das Crawl-Datum ist Ihr Startsignal für alles Weitere.

Typischer Fehler. Der Schritt gilt häufig als erledigt, weil die Seite ja online ist. Online und indexiert sind jedoch zwei völlig verschiedene Zustände, und für die Suchmaschineneoptimierung zählt nur der zweite.

Schritt 2: Struktur

Was hier passiert. Jetzt geht es darum, wie die indexierbaren Seiten zueinander stehen. Google empfiehlt beschreibende URLs und das Gruppieren thematisch ähnlicher Seiten in Verzeichnissen als Teil der Website-Organisation. Dazu kommt das Reduzieren von Duplicate Content sowie das Angeben einer kanonischen Version über rel=“canonical”. Damit geben Sie die ausdrückliche Antwort auf die Frage, welche von mehreren ähnlichen Adressen die maßgebliche ist, die in den Suchergebnissen erscheinen soll.

Warum an dieser Stelle. Struktur kommt nach der Crawlbarkeit, weil sie steuert, wie das vorhandene Crawl-Budget und die vorhandene interne Verlinkung verteilt werden. Und sie kommt zwingend vor dem Inhalt, weil sonst der teuerste Fehler der ganzen Kette entsteht: Man schreibt gute Texte auf zwei Seiten, die dieselbe Suchanfrage bedienen. Beide Seiten sind für sich genommen brauchbar, konkurrieren aber miteinander, und die Suchmaschine muss raten, welche sie in den Ergebnissen zeigt. Diesen Fehler später zu reparieren bedeutet, geschriebenen Inhalt zusammenzulegen oder wegzuwerfen. Ihn vorher zu vermeiden kostet ein Bruchteil der Zeit.

Woran Sie es prüfen. Die Kennzahl ist die Anzahl der Suchanfragen, für die mehrere Ihrer eigenen URLs Impressionen sammeln. Sie ziehen dazu den Leistungsbericht auf Ebene Suchanfragen plus Seiten und suchen die Anfragen, hinter denen mehr als eine URL steht. Diese Zahl soll nach dem Strukturschritt sinken, und zwar bei gleichbleibender oder steigender Gesamtzahl an Impressionen. Sinkt sie lediglich, weil insgesamt weniger Impressionen anfallen, haben Sie nicht sortiert, sondern Sichtbarkeit gelöscht.

Wann eine Wirkung sichtbar wird. Nachdem die umgebauten Verzeichnisse neu gecrawlt und indexiert wurden, also einen Schritt später als Schritt 1. Kanonisierung ist zudem ein Hinweis und keine direkte Anweisung. Die Suchmaschine kann sich anders entscheiden, und das sehen Sie erst im Bericht.

Schritt 3: Inhalt

Was hier passiert. Erst jetzt wird geschrieben, und zwar auf einer Seite, die indexiert ist und deren Zuständigkeit feststeht. Inhaltlich geht es darum, die Frage hinter der Suchanfrage vollständig zu beantworten und die dafür nötigen Belege, Beispiele und Details wirklich zu liefern. Zum Inhalt gehören auch Bilder: Google rät ausdrücklich, hochwertige Bilder in der Nähe des relevanten Textes zu platzieren und ihnen beschreibenden Alt-Text zu geben.

Warum an dieser Stelle. Inhalt ist der erste Schritt, der direkt auf das Ranking selbst wirkt und nicht nur auf die Voraussetzungen dafür. Er ist gleichzeitig der teuerste und zeitaufwendigste Schritt. Deshalb steht er konsequent hinter den beiden Schritten, die ihn entwerten könnten.

Woran Sie es prüfen. Es gibt zwei Kennzahlen, die in dieser Reihenfolge geprüft werden. Zuerst sind es die Impressionen für die Zielanfragen. Sie zeigen, ob die Seite für die gewünschten Suchanfragen überhaupt in Betracht gezogen wird. Erst danach folgt die durchschnittliche Position. Sie zeigt, wie weit vorne die Seite steht. Ein häufiges Missverständnis besteht darin, sofort nur auf die Position zu schauen. Eine Seite, die von keiner relevanten Anfrage Impressionen bekommt, hat kein Positionsproblem, sondern ein Relevanzproblem, und das löst man durch andere Maßnahmen.

Wann eine Wirkung sichtbar wird. Sobald genug Impressionen für einen statistisch belastbaren Vergleich vorliegen. Das ist eine Datenbedingung und keine reine Kalenderfrage. Bei einer Suchanfrage mit hohem Volumen liegt sie schnell vor, bei einer seltenen Anfrage dauert es entsprechend länger. Als Auswertungsmethode hat sich bewährt, einen festen Zeitraum vor der Änderung mit einem gleich langen Zeitraum danach zu vergleichen, gerechnet ab dem Crawl-Datum und nicht ab dem Veröffentlichungsdatum. Der Suchbegriff suchmaschineneoptimierung selbst liegt in Deutschland bei rund 4.400 Suchanfragen pro Monat, bei einem CPC von 13,83 Euro und einer Keyword-Difficulty von 53. Für ein Thema dieser Größenordnung entsteht die Datenbasis rasch, für Nischenanfragen deutlich langsamer.

Zur Länge. Die zu diesem Suchbegriff rankenden Ratgeber liegen von 1.521 bis 3.442 Wörtern, im Median bei 2.790. Das ist eine Beobachtung über das Wettbewerbsumfeld und keine Zielvorgabe für diesen Schritt. Länge ist keine Kennzahl dieses Schritts, Impressionen sind es.

Schritt 4: Darstellung in der SERP

Was hier passiert. Jetzt wird gearbeitet, was in den Suchergebnissen direkt sichtbar ist: Titel, Beschreibung, sprechende URL und strukturierte Daten, wo sie zu einer erweiterten Darstellung führen können. Der eigentliche Inhalt der Seite bleibt in diesem Schritt unverändert.

Warum erst hier. Dieser Schritt verändert nicht, ob Sie ranken, sondern was passiert, wenn Sie ranken. Er setzt also voraus, dass Ihre Seiten überhaupt schon ausgeliefert werden und Impressionen sammeln, und ist vorher schlicht nicht messbar. Es ist außerdem der Schritt mit der kürzesten Reaktionszeit der ganzen Kette, was ihn zu einem guten Prüfstein macht: Wenn hier nach dem nächsten Crawl nichts passiert, stimmt meist die Messung und nicht die Maßnahme.

Woran Sie es prüfen. Die Kennzahl ist die Klickrate bei unveränderter Position. Der Zusatz ist entscheidend. Eine gestiegene Klickrate bei gleichzeitig verbesserter Position sagt nichts über die Qualität des Snippets aus, denn die Klickrate hängt stark von der Position ab. Sie filtern also den Leistungsbericht auf die Anfragen, deren Durchschnittsposition sich im Vergleichszeitraum kaum bewegt hat, und schauen dort auf die Klicks pro Impression.

Wann eine Wirkung sichtbar wird. Sobald das neue Snippet ausgeliefert wird, also wieder nach dem nächsten Crawl. Beachten Sie dabei: Der von Ihnen gesetzte Titel ist lediglich ein Vorschlag. Suchmaschinen schreiben Titel und Beschreibung je nach Anfrage um. Prüfen Sie deshalb nicht, was Sie im Backend hinterlegt haben, sondern was tatsächlich in den Ergebnissen steht.

Schritt 5: Offpage

Was hier passiert. Erst am Ende der Kette stehen die Signale, die außerhalb der eigenen Website entstehen. Die deutschsprachige Wikipedia unterteilt die Arbeitsweise der Suchmaschinenoptimierung genau so in Onpage- und Offpage-Optimierung und benennt dabei ausdrücklich die technischen Grenzen des Verfahrens. Diese Grenzen sind im Offpage-Bereich besonders spürbar, denn dies ist der einzige Schritt, dessen Ergebnis nicht vollständig in Ihrer eigenen Hand liegt.

Warum zuletzt. Dafür gibt es drei Gründe. Erstens verstärkt Offpage nur, was da ist. Verweise auf eine Seite, die nicht indexiert ist oder inhaltlich nicht liefert, verpuffen wirkungslos. Zweitens ist es der Schritt mit der längsten Verzögerung und der unklarsten Zuordnung, taugt also am schlechtesten als früher Lernschritt. Drittens ist er der einzige, bei dem eine unsaubere Umsetzung aktiv schaden kann. Google führt im Startleitfaden einen eigenen Abschnitt darüber, worauf man sich nach eigener Einschätzung nicht konzentrieren sollte, es gibt also ausdrücklich abgeratene Maßnahmen. Für externe Verweise gilt die Empfehlung, aussagekräftigen Ankertext zu verwenden, nur bei Bedarf auf relevante Ressourcen zu verlinken und dort, wo es angebracht ist, eine nofollow-Anmerkung zu setzen.

Woran Sie es prüfen. Die Kennzahl ist der Positionsverlauf der umkämpften Anfragen, also genau jener Suchanfragen, bei denen die Seite nach Schritt 3 zwar Impressionen sammelt, aber gegen starke Wettbewerber nicht nach vorne kommt. Für alle anderen Anliegen ist Offpage die falsche Antwort.

Wann eine Wirkung sichtbar wird. Deutlich später als bei allen vorherigen Schritten und nur als Verlauf über einen längeren Zeitraum, niemals als einfacher Vorher-Nachher-Punktvergleich.

Was passiert, wenn man die Reihenfolge umdreht

Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage, weil jeder übersprungene Schritt eine bestimmte Fehlinterpretation erzeugt:

  • Inhalt vor Crawlbarkeit: Der Text erzeugt keine Impressionen. Die naheliegende, aber falsche Schlussfolgerung lautet, der Text sei zu schwach, und man schreibt ihn neu, statt die Indexierung zu reparieren.
  • Inhalt vor Struktur: Zwei eigene Seiten teilen sich die Suchanfrage. Beide ranken mittelmäßig. Die naheliegende Schlussfolgerung lautet, man brauche mehr Inhalt, was das Problem jedoch vergrößert.
  • SERP-Darstellung vor Inhalt: Die Klickrate lässt sich nicht bewerten, weil zu wenige Impressionen anfallen, auf die sie sich beziehen könnte.
  • Offpage vor allem anderen: Der teuerste Schritt wirkt auf ein Fundament, das ihn nicht trägt, und die Wirkung ist wegen der langen Verzögerung nicht sauber zuzuordnen.

Umgekehrt gilt eine einfache Diagnoseregel: Wenn ein Schritt nicht die erwartete Kennzahl bewegt, gehen Sie eine Stufe zurück und nicht eine vor. Keine Impressionen trotz gutem Inhalt? Prüfen Sie Index und Struktur. Keine Klicks trotz guter Position? Prüfen Sie die Darstellung in der SERP, nicht den Text. Diese Rückwärtsregel ist der praktische Nutzen der ganzen Reihenfolge.

Die Zeitachse in einem Absatz

Alle fünf Schritte teilen dieselbe Startbedingung: Nichts ist messbar, bevor die geänderte URL erneut gecrawlt wurde. Danach unterscheiden sich die Schritte in der Geschwindigkeit, mit der ihre Kennzahl ein verlässliches Signal liefert. Indexierungsstatus und Snippet-Darstellung ändern sich unmittelbar mit dem Crawl, sind also schnell prüfbar. Impressionen und Position brauchen eine Datenmenge und damit Zeit, die vom Suchvolumen der jeweiligen Anfrage abhängt. Offpage-Wirkung ist am langsamsten und nur im Verlauf lesbar. Legen Sie deshalb den Prüfzeitpunkt vor der Umsetzung fest, gemeinsam mit der Kennzahl. Wer erst nach der Umsetzung entscheidet, woran er den Erfolg misst, findet immer eine Zahl, die scheinbar passt.

Abgrenzung zu bezahlter Suche

Weil die Frage im Umfeld dieses Themas regelmäßig auftaucht: Die hier beschriebene Reihenfolge gilt ausschließlich für die organischen Ergebnisse. Bezahlte Anzeigen folgen einer völlig anderen Mechanik, wirken sofort und hören ebenso sofort wieder auf, sobald das Budget endet. Beide Kanäle lassen sich kombinieren, aber sie teilen sich weder die Kennzahlen noch die Zeitachse. Vermischt man sie in der Auswertung, ist die Wirkung keines der beiden Schritte mehr zuzuordnen.

Häufige Fragen zur Reihenfolge

Kann ich Schritte parallel bearbeiten? Umsetzen ja, auswerten nein. Wenn Struktur und Inhalt gleichzeitig live gehen, ist die spätere Bewegung der Impressionen zwei Ursachen zuzuordnen. Wenn Sie parallel arbeiten müssen, veröffentlichen Sie zumindest zeitversetzt, damit jede Änderung ein eigenes Crawl-Datum bekommt.

Muss ich diese Reihenfolge bei jeder einzelnen Seite durchlaufen? Die Schritte 1 und 2 betreffen die Website als Ganzes und werden einmal hergestellt und danach überwacht. Die Schritte 3 bis 5 laufen pro Seite beziehungsweise pro Suchanfrage ab.

Lässt sich das in Eigenregie machen? Die Reihenfolge selbst setzt kein Spezialwissen voraus, sondern Disziplin bei der Messung: eine Kennzahl pro Schritt, festgelegt bevor die Änderung live geht, ausgewertet ab dem Crawl-Datum. Wo intern die Zeit für diese regelmäßige Prüfung fehlt, scheitert die Arbeit typischerweise nicht am Können, sondern daran, dass niemand nachsieht, ob sie gewirkt hat.

Wann beginne ich wieder von vorn? Bei jeder größeren technischen Änderung an der Website. Ein Relaunch, ein Systemwechsel oder eine Umstellung der URL-Struktur setzt Schritt 1 zurück, unabhängig davon, wie weit die inhaltliche Arbeit vorher gediehen war.