ONMA Ratgeber

Webdesigner in Lippstadt beauftragen: Auswahl treffen und die Kontrolle behalten

So vergleichen Unternehmen aus Lippstadt und dem Kreis Soest Angebote, Preismodelle und Verträge und behalten Domain, Hosting und Zugänge in der eigenen Hand.

Nahaufnahme einer Laptop-Tastatur, darüber blau eingefärbter HTML-Quelltext

Wer im Raum Lippstadt eine neue Website benötigt, leidet selten an einem Mangel an Dienstleistern, sondern an einem akuten Vergleichsproblem. Die Angebote, die nach einer Anfrage ins Postfach kommen, unterscheiden sich massiv in Aufbau, Tiefe und Leistungsumfang. Sie lassen sich kaum nebeneinanderlegen. Dieser Leitfaden beschreibt den Beschaffungsweg konsequent aus Auftraggebersicht. Er zeigt, wie ein Unternehmen in Lippstadt und im Kreis Soest zwischen einem freien Webdesigner und einer Full-Service-Agentur entscheidet, wie Sie Preismodelle vergleichbar machen und wie Sie die Zusammenarbeit so aufsetzen, dass Domain, Hosting, Zugänge und Inhalte am Ende unangefochten bei Ihnen bleiben. Es geht nicht um einen Marktüberblick, sondern um Ihren konkreten Beschaffungsprozess.

Die erste Entscheidung: Freier Webdesigner oder Full-Service-Agentur

Bevor Sie überhaupt Anfragen verschicken, entscheiden Sie eine Frage, die den ganzen weiteren Prozess prägt. Am Ort existieren verschiedene Modelle nebeneinander. Das Branchenverzeichnis Gelbe Seiten listet für Webdesign in der Lippstädter Kernstadt fünf Treffer, darunter IMFOKUSMEDIA Webdesign, Pixel Productions GmbH und die Werbeagentur One. Doch eine bloße Namensliste reicht nicht als Grundlage für eine Entscheidung. Sie müssen die Arbeitsweise der Anbieter verstehen.

Es gibt Freiberufler, die sich ausdrücklich als Alternative zur Agentur positionieren. Daniel Gockel aus Lippstadt wirbt beispielsweise mit persönlicher Betreuung und transparenten Preisen. Auf der anderen Seite stehen Full-Service-Häuser wie TopTeam. Diese Agentur bündelt Design, Web und Werbung für Mittelständler, Konzerne und Vereine und arbeitet unter anderem mit dem System TYPO3. Auch die Digitalagentur Sabelfeld sitzt in Lippstadt und bietet neben Webdesign auch Onlineshops, SEO und Online-Marketing an. Paketanbieter wie BlitzTap aus Lippstadt verkaufen Webdesign zusammen mit Wunschdomain, Hosting und geschäftlichen E-Mail-Adressen in einem gebündelten Leistungspaket.

Die Wahl richtet sich nicht nach dem besseren Modell, sondern nach der Struktur Ihres Projekts. Für einen freien Webdesigner spricht es, wenn der Umfang überschaubar ist. Wenn Sie Texte und Bilder selbst liefern können und Ihnen ein fester Ansprechpartner wichtiger ist als eine schnelle Verfügbarkeit. Sie kaufen kurze Wege und meist einen niedrigeren Stundensatz ein. Für eine Agentur spricht es, wenn mehrere Gewerke zusammenkommen. Wenn Text, Fotografie, ein Onlineshop oder laufendes Onlinemarketing gefragt sind, oder wenn Sie eine Vertretung brauchen, falls jemand ausfällt. Agenturen wie Dubiel, die Lippstadt und Soest gemeinsam betreut, oder piggyprint, das auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert ist, bieten diese Breite. Sie zahlen hier den Agenturoverhead mit, erkaufen sich aber Kapazität.

Der Punkt, an dem viele kleine Unternehmen sich verschätzen, ist die Frage nach dem Danach. Eine Website ist kein einmaliges Werk, sondern ein dauerhafter Betriebsgegenstand. Klären Sie deshalb schon in der Auswahlphase, wer die Seite in zwei Jahren pflegt, aktualisiert und im Notfall wiederherstellt.

Angebote vergleichbar machen: Die Lücke, die Sie selbst schließen müssen

Erwarten Sie nicht, dass lokale Anbieter Ihnen die Vergleichbarkeit auf dem Silbertablett liefern. Eine Auswertung der fünf lokal sichtbaren Wettbewerberseiten zum Suchbegriff webdesigner lippstadt zeigt ein deutliches Defizit. Genau eine davon behandelt das Thema Preisoptionen sichtbar, obwohl die Kostenfrage zu den häufigsten Nutzerfragen zählt. Die Seiten sind zudem extrem dünn. Sie umfassen zwischen 70 und 1017 Wörtern bei einem Median von nur 180 Wörtern. Eine ausführliche Auswahlhilfe oder Preisorientierung fehlt im lokalen Umfeld völlig.

Eine löbliche Ausnahme ist Okeano aus Lippstadt. Das Unternehmen kombiniert Softwareentwicklung, Marketing und Webdesign und beantwortet auf der eigenen Startseite offen, was ein Projekt kostet und wie lange die Umsetzung dauert. Die Konsequenz für Sie als Auftraggeber lautet dennoch: Erzwingen Sie die Vergleichbarkeit selbst. Geben Sie allen angefragten Dienstleistern dieselbe Struktur vor und verlangen Sie die Antwort in genau dieser Gliederung.

PositionWas Sie abfragen
KonzeptSeitenanzahl, Navigationsaufbau, Zahl der individuell gestalteten Layouts
GestaltungIndividuelles Design oder angepasstes Template, Zahl der Korrekturschleifen
UmsetzungVerwendetes System, Pflegbarkeit durch Sie selbst, Mobile Ansicht
InhalteWer schreibt Texte, wer liefert Bilder, wer pflegt diese ein
ÜbergabeSchulung, Dokumentation, Zugangsdaten
BetriebHosting, Updates, Backups, Reaktionszeit bei Störungen, Laufzeit
KostenstrukturWelcher Betrag fällt einmalig an, welcher monatlich

Die letzte Zeile der Tabelle ist entscheidend. Ein Angebot über 1500 Euro einmalig und ein anderes über 79 Euro im Monat sind erst vergleichbar, wenn Sie beide auf eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren hochrechnen und dokumentieren, was am Ende der Laufzeit Ihnen gehört.

Die drei üblichen Preismodelle und woran sie sich unterscheiden

Drei Preismodelle dominieren den Markt und Sie sollten wissen, welches Ihr Anbieter nutzt.

Festpreis pro Projekt: Planbar für Sie, verlangt aber einen festgeschriebenen Umfang. Achten Sie darauf, ab wann eine Änderung als Zusatzleistung gilt und was eine weitere Korrekturschleife kostet.

Abrechnung nach Aufwand: Fair, wenn der Umfang noch unklar ist, etwa bei einem Umbau im Bestand. Verlangen Sie eine Kostenschätzung mit Obergrenze und eine Meldepflicht, sobald 80 Prozent erreicht sind.

Website im Abonnement: Bietet einen niedrigen Einstieg, erzeugt aber laufende Kosten und häufig eine Bindung an Anbieter und System. Prüfen Sie hier besonders genau, was bei einer Kündigung mit Gestaltung, Inhalten und Domain passiert. Oft bleiben die Nutzungsrechte beim Anbieter.

Das Briefing: Was Sie liefern müssen, damit ein Angebot belastbar wird

Unbrauchbare Angebote entstehen meist aus unbrauchbaren Anfragen. Ein gutes Briefing muss nicht lang sein, aber es muss folgende Punkte präzise beantworten.

  1. Ziel: Was soll die Seite auslösen? Anrufe, Anfragen über ein Formular oder Terminbuchungen. Nennen Sie eine Zahl, an der Sie den Erfolg messen wollen.
  2. Zielgruppe und Einzugsgebiet: Privatkunden in Lippstadt oder Gewerbekunden im Kreis Soest. Das entscheidet über den Tonfall und den inhaltlichen Aufbau.
  3. Umfang: Eine Liste der Seiten, die Sie sich vorstellen. Das ist die Grundlage jeder Kalkulation.
  4. Bestand: Was existiert bereits an Logo, Farben, Fotos, Texten, alter Website und wo liegen diese Materialien.
  5. Termin und Budget: Ein Budgetrahmen ist kein Nachteil in der Verhandlung. Er verhindert, dass Sie drei Angebote bekommen, die an Ihrer Realität vorbeigehen.
  6. Zuständigkeit auf Ihrer Seite: Eine Person, die entscheidet und Rückfragen innerhalb weniger Tage beantwortet. Verzögerungen entstehen im Regelfall hier, nicht beim Dienstleister.

Zur regionalen Einordnung: Der Suchbegriff webdesigner lippstadt erreicht rund 70 Suchanfragen im Monat bei einem Klickpreis von 2,62 Euro. Die lokale Nachfrage ist klein, aber kaufnah. Wer sucht, will beauftragen. Das erklärt, warum viele Anbieter am Ort auf enge persönliche Zusammenarbeit setzen. So arbeitet archdesign nach eigener Angabe seit über 20 Jahren gemeinsam mit ansässigen Partnern für Unternehmen und inhabergeführte Geschäfte im Kreis Soest.

Domain, Hosting und Zugänge gehören Ihnen

Dieser Abschnitt ist der teuerste, wenn Sie ihn überspringen. Legen Sie schriftlich fest, dass die Domain auf Ihren Namen läuft. Sie sind Inhaber im Register, der Dienstleister ist höchstens administrativer Ansprechpartner. Prüfen Sie das nach dem Start selbst nach. Der Hosting-Vertrag sollte auf Ihre Firma laufen. Alternativ erhalten Sie mindestens jederzeit einen vollständigen Datenexport und den Auth-Code für einen Umzug.

Sie besitzen einen Administrator-Zugang zum Redaktionssystem, nicht nur einen Redakteurszugang. Die Nutzungsrechte an Gestaltung, Texten und Bildern gehen mit Zahlung der Schlussrechnung räumlich und zeitlich unbeschränkt auf Sie über. Das gilt auch für spätere Bearbeitung durch Dritte. Bei Stockbildern lassen Sie sich die Lizenzen benennen. Ihre geschäftlichen E-Mail-Adressen hängen häufig an derselben Domain. Klären Sie vor jedem Umzug, wer diese umstellt und sicherstellt.

Die Zusammenarbeit sauber aufsetzen

Vereinbaren Sie drei feste Punkte statt einer einzigen finalen Abnahme. Erstens die Freigabe der Struktur. Zweitens die Freigabe des Gestaltungsentwurfs für Startseite und eine Unterseite. Drittens die Abnahme der fertigen Seite. Zahlen Sie in Teilbeträgen entlang dieser Meilensteine. Halten Sie fest, wie viele Korrekturschleifen je Punkt enthalten sind und in welcher Frist Sie Rückmeldung geben.

Vor dem Livegang gehen Sie eine kurze Abnahmeliste durch: Darstellung auf dem Mobiltelefon, Ladeverhalten, Funktion aller Formulare inklusive Zustellung an die richtige Adresse, korrekte Kontaktdaten und Öffnungszeiten, Weiterleitungen der alten Adressen auf die neuen, Impressum und Datenschutzerklärung vorhanden, Zugangsdaten vollständig bei Ihnen. Erst danach unterschreiben Sie die Abnahme.

Ein letzter Rat: Fragen Sie am Ende jedes Erstgesprächs, wie eine kleine Textänderung nach dem Livegang abläuft und was sie kostet. Die Antwort auf diese eine Frage sagt Ihnen mehr über die künftige Zusammenarbeit als jedes Portfolio.