Website erstellen: Checkliste in 6 Phasen mit verbindlichen Abnahme-Gates
Die abhakbare Checkliste führt durch sechs Projektphasen, nennt Fälligkeiten und Blocker und begleitet den Go-live bis zur Prüfung nach 14 Tagen.

Eine Website geht nicht online, weil sie fertig aussieht, sondern weil jemand die Freigabe erteilt und diese Freigabe begründen kann. Genau dafür ist diese Checkliste gebaut: Sie ordnet den Weg von der Zielklärung bis 14 Tage nach dem Go-live in sechs Phasen und beantwortet für jeden Prüfpunkt drei Fragen. Wann ist er fällig? Wer bestätigt das Ergebnis? Und blockiert ein negatives Ergebnis den nächsten Schritt oder sogar den Livegang?
Die Reihenfolge ist der eigentliche Inhalt. Wer Texte schreibt, bevor die Seitenstruktur steht, schreibt zweimal. Wer die Rechtsprüfung auf den Launchtag legt, verschiebt den Launchtag. Die Liste ist bewusst unabhängig davon, mit welchem System die Seite gebaut wird, und sie gilt gleichermaßen für Unternehmensseiten, Portfolios und Informationsangebote.
Phasen, Gates und Einstufungen
Jede Phase endet mit einem Abnahme-Gate. Das Projekt wechselt erst dann in die nächste Phase, wenn die verantwortliche Person das Ergebnis ausdrücklich freigegeben hat. Ohne diesen Schnitt verschiebt sich die Prüfung stillschweigend nach hinten, bis am Ende alles gleichzeitig fällig ist.
Drei Einstufungen für jeden Fund
- Blocker: Der Phasenwechsel oder der Livegang findet nicht statt. Ein Blocker wird nicht gegen einen Termin aufgerechnet.
- Kritischer Fehler: Behebung vor dem Go-live angestrebt. Falls das nicht gelingt, wird der Punkt mit Termin und Verantwortlichkeit protokolliert und mit Auflage freigegeben.
- Hinweis: Behebung nach dem Launch möglich, weil weder Funktion noch Richtigkeit der Angaben betroffen sind.
Ein Blocker liegt typischerweise vor, wenn zentrale Funktionen ausfallen, falsche Angaben veröffentlicht würden, rechtlich erforderliche Seiten fehlen, Daten ohne Einwilligung übertragen werden oder kein sicherer Rückweg aus einem missglückten Launch existiert.
Wann welche Phase fällig ist
T bezeichnet den Tag des Go-live. Die Abstände skalieren mit dem Projektumfang, die Reihenfolge nicht.
| Phase | Fällig | Gate | Freigabe durch |
|---|---|---|---|
| 1 Ziele und Rahmen | vor jeder Produktion | Projektauftrag | Auftraggeber |
| 2 Struktur und Inhaltsplan | nach Gate 1 | Struktur und Umfang | Auftraggeber und Redaktion |
| 3 Gestaltung und Nutzerwege | nach Gate 2 | Konzeptabnahme | Auftraggeber und Umsetzung |
| 4 Testumgebung | ab T minus 10 Tage | Abnahme Testversion | Redaktion, Technik, Rechtsprüfung |
| 5 Startfreigabe | T minus 48 bis 24 Stunden | Go-live-Entscheidung | Projektleitung |
| 6 Go-live und Beobachtung | T, T plus 1, 3, 7 und 14 | Projektabschluss | Projektleitung |
Das Abnahmeprotokoll
Jedes Gate erzeugt einen kurzen Eintrag: Datum und Uhrzeit, freigegebener Stand, geprüfte Punkte, bekannte Restfehler mit Einstufung, verantwortliche Person und die Entscheidung. Zulässig sind genau drei Entscheidungen: freigegeben, freigegeben mit dokumentierten Auflagen, nicht freigegeben.
Phase 1: Ziele und Rahmen klären
Fällig: vor Struktur, Gestaltung und Produktion.
Ziel, Zielgruppe, Umfang
- Das wichtigste Ziel steht in einem Satz und ist messbar formuliert.
- Eine primäre Zielgruppe ist benannt, sekundäre Gruppen sind davon getrennt.
- Die wichtigste gewünschte Handlung der Besucher ist definiert.
- Der Umfang der ersten veröffentlichten Version ist festgelegt.
- Funktionen und Inhalte, die bewusst nicht Teil des ersten Launches sind, stehen auf einer Ausschlussliste.
Ein brauchbares Hauptziel lautet etwa: Interessenten verstehen das Angebot und senden eine qualifizierte Anfrage. Daran lässt sich später prüfen, ob Navigation, Seiteninhalte und Kontaktweg tatsächlich darauf einzahlen.
Verantwortung, Termine, Vorlaufzeiten
- Eine entscheidungsbefugte Person trägt die Gesamtverantwortung.
- Für Texte, Bilder, Gestaltung, Technik und Freigaben sind Zuständige mit Namen benannt.
- Rückmeldefristen und ein Eskalationsweg bei Verzug sind vereinbart.
- Der Go-live-Termin steht, inklusive der Frage, wer am Launchtag erreichbar ist.
- Der Wunschdomainname ist geprüft und reserviert.
- Zugänge zu Domain, Hosting und Postfächern liegen beim Auftraggeber, nicht nur beim Dienstleister.
Die Domain gehört an den Anfang, weil sie Vorlauf braucht. Für .de-Domains führt die DENIC eG die zentrale Registrierung, die in der Regel nicht direkt beim Endkunden, sondern über einen DENIC-Mitgliedsprovider erfolgt.
Gate 1, Blocker für den Phasenwechsel: kein entscheidungsbefugter Verantwortlicher, widersprüchliches oder fehlendes Hauptziel, wesentliche Inhalte ohne Quelle und Zuständigkeit, Umfang passt erkennbar nicht in das Zeitfenster.
Phase 2: Seitenstruktur und Inhalte planen
Fällig: nach Gate 1, vor Gestaltung und Umsetzung.
Seiten und Navigation
- Alle für den Launch benötigten Seiten sind gelistet, jede mit einem Zweck in einem Satz.
- Die Hauptnavigation enthält nur notwendige Einstiege und ist aus Nutzersicht benannt.
- Wichtige Inhalte sind in wenigen nachvollziehbaren Schritten erreichbar.
- Kontaktmöglichkeiten sind an den erwartbaren Stellen vorgesehen.
- Pflichtseiten wie Impressum und Datenschutzerklärung sind als eigene Seiten eingeplant.
- Für nicht launchreife Seiten ist entschieden: entfällt, oder folgt mit Termin.
Inhaltsauftrag je Seite
- Titel und Kernaussage stehen fest.
- Die wichtigste Frage der Zielgruppe an diese Seite ist notiert.
- Benötigte Texte, Bilder, Downloads und Kontaktdaten sind erfasst.
- Eine Person liefert, eine Person prüft, ein Liefertermin ist eingetragen.
- Zahlen, Preisangaben und Leistungsversprechen haben eine belastbare Quelle.
- Nutzungsrechte an Bildern und Texten sind geklärt.
- Veraltete oder doppelte Inhalte aus Altbeständen sind markiert.
Gate 2, Blocker: zentrale Zielseiten fehlen, die Navigation ist nicht verbindlich zu klären, wichtige Aussagen haben keine bestätigte Quelle, Pflichtseiten fehlen im Seitenplan, die Menge offener Inhalte gefährdet den Termin.
Phase 3: Gestaltung und Nutzerwege prüfen
Fällig: nach Gate 2, vor der vollständigen Umsetzung.
Geprüft wird hier nicht der Geschmack, sondern die Bedienbarkeit: Verstehen Besucher das Angebot, erkennen sie die gewünschte Handlung, kommen sie ohne Erklärung ans Ziel?
Zentrale Nutzerwege
- Der Einstieg erklärt Angebot und Nutzen ohne Vorwissen.
- Die wichtigste Handlung ist auf den relevanten Seiten eindeutig erkennbar.
- Kontaktwege sind vollständig durchgeplant, inklusive Bestätigung und Fehlermeldung.
- Formulare fragen nur ab, was tatsächlich gebraucht wird.
- Externe Links und Downloads sind als solche gekennzeichnet.
- Leere Zustände, etwa eine Suche ohne Treffer, sind berücksichtigt.
- Mindestens eine unbeteiligte Testperson hat die Hauptaufgaben ohne Anleitung durchgespielt.
Lesbarkeit und Zugänglichkeit
- Die Überschriftenhierarchie ist durchgängig und nicht rein optisch gesetzt.
- Kontraste und Schriftgrößen sind ausreichend.
- Alle Bedienelemente sind per Tastatur erreichbar, der Fokus ist sichtbar.
- Inhaltstragende Bilder haben Alternativtexte, Formularfelder haben Beschriftungen.
- Information wird nie allein über Farbe transportiert.
- Inhalte bleiben auf kleinen Bildschirmen vollständig nutzbar.
- Die Anwendbarkeit des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes ist geprüft und schriftlich festgehalten.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28.06.2025 und verpflichtet unter anderem Anbieter von Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern zur barrierefreien Gestaltung. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Fundstelle: §§ 1, 3 und 38 BFSG. Der Prüfpunkt lautet: betroffen oder nicht, mit Begründung.
Gate 3, Blocker: die wichtigste Handlung ist nicht auffindbar, ein zentraler Nutzerweg endet ohne Ergebnis, Formulare sind nicht verständlich bedienbar, wesentliche Inhalte fehlen in der mobilen Darstellung.
Phase 4: Testumgebung abnehmen
Fällig: ab T minus 10 Tage, sobald alle Launchseiten umgesetzt sind.
Geprüft wird die vollständige Website in einer abgeschirmten Testumgebung, im Zusammenhang und nicht Seite für Seite.
Inhalt
- Freigegebene Texte sind vollständig und unverändert übernommen.
- Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen stimmen Zeichen für Zeichen.
- Preise, Termine, Öffnungszeiten und Leistungsangaben sind aktuell.
- Platzhalter, Blindtexte und interne Kommentare sind entfernt.
- Bilder sind richtig zugeordnet und dürfen verwendet werden.
- Jede Seite endet mit einer sinnvollen nächsten Handlung.
Funktion
- Interne Links führen zum vorgesehenen Ziel, externe Links zur richtigen Adresse.
- Formulare akzeptieren gültige Eingaben und melden ungültige verständlich.
- Eine Testnachricht ist beim vorgesehenen Empfänger nachweislich angekommen.
- Bestätigungsseiten und Bestätigungsmails enthalten korrekte Angaben.
- Downloads öffnen sich fehlerfrei.
- Die Fehlerseite bietet einen Weg zurück in relevante Inhalte.
- Aktuelle Desktop- und Mobilgeräte zeigen keine horizontalen Bildläufe.
Rechtliche Prüfpunkte
Diese Punkte ersetzen keine Rechtsberatung. Sie erscheinen hier ausschließlich als Freigabepunkt mit Fundstelle.
- Ein leicht erkennbares, unmittelbar erreichbares und ständig verfügbares Impressum ist eingebunden, sofern die Pflicht besteht. Fundstelle: § 5 DDG, dort seit dem 14.05.2024 und nicht mehr in § 5 TMG.
- Die Datenschutzerklärung liegt in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form sowie in klarer und einfacher Sprache vor und beschreibt die tatsächlich stattfindenden Verarbeitungen. Fundstelle: Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 DSGVO.
- Nicht unbedingt erforderliche Cookies und Zugriffe auf das Endgerät starten erst nach vorheriger Einwilligung. Fundstelle: § 25 Abs. 1 und 2 TDDDG.
- Eine Ablehnung verhindert das Laden der betreffenden Dienste tatsächlich, nachgewiesen im Test.
- Einwilligungen lassen sich später ändern und widerrufen.
- Eingebundene Karten, Videos, Schriften und Analysewerkzeuge sind in die Prüfung einbezogen.
Gate 4, Blocker: Formulare stellen nicht oder falsch zu, Kontaktdaten oder Leistungsangaben sind falsch, nicht notwendige Dienste laden vor der Einwilligung, Pflichtseiten fehlen trotz festgestellter Pflicht, zentrale Seiten sind mobil unbedienbar, interne Inhalte sind sichtbar.
Phase 5: Startfreigabe erteilen
Fällig: 48 bis 24 Stunden vor dem Go-live. In diesem Fenster werden keine Gestaltungsänderungen mehr begonnen.
Technische Startbereitschaft
- Die endgültige Domain ist korrekt zugeordnet und aufgelöst.
- Die verschlüsselte Verbindung läuft ohne Zertifikatswarnung.
- Die automatische Zertifikatserneuerung ist eingerichtet und getestet. Kostenlose Zertifikate von Let’s Encrypt sind 90 Tage gültig und müssen deshalb automatisiert erneuert werden.
- Alle Adressvarianten leiten auf eine einheitliche Hauptadresse weiter.
- Eine aktuelle Sicherung liegt vor, wiederherstellbar getestet.
- Der Rückfallplan ist dokumentiert und eine benannte Person kann ihn ausführen.
- Die Testumgebung bleibt gesperrt, die öffentliche Seite ist nicht versehentlich gesperrt.
- Die XML-Sitemap ist erreichbar und enthält nur öffentliche, gültige Adressen.
Eine XML-Sitemap darf höchstens 50.000 URLs und unkomprimiert 50 MB umfassen. Größere Bestände werden auf mehrere Sitemaps plus Sitemap-Index aufgeteilt.
Letzter Qualitätscheck
- Startseite, Hauptnavigation und wichtigste Zielseiten sind erneut geprüft.
- Formulare wurden mit realistischen Testdaten vollständig durchlaufen.
- Seitentitel und Vorschaudaten gehören zur jeweils richtigen Seite.
- LCP, INP und CLS wurden gemessen und dokumentiert.
- Launchzeitpunkt und Rollen im Launchfenster sind allen Beteiligten bekannt.
Als gut gelten laut Google die Schwellenwerte LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1. INP hat am 12.03.2024 die vorherige Metrik FID abgelöst. Diese Werte sind Qualitätsindikatoren. Ein Blocker entsteht erst, wenn eine langsame oder springende Darstellung einen zentralen Nutzerweg praktisch verhindert.
Gate 5, Go-live-Blocker: Domain oder Verschlüsselung arbeiten unzuverlässig, es fehlt eine aktuelle Sicherung oder ein ausführbarer Rückfallplan, zentrale Kontakt- oder Bestellwege fallen aus, Pflichtseiten fehlen trotz Pflicht, nicht notwendige Dienste laden ohne Einwilligung, vertrauliche Inhalte oder Testkonten sind öffentlich, falsche Kontaktdaten oder Preise würden veröffentlicht.
Die Entscheidung heißt Go, Go mit dokumentierten Auflagen oder No-Go. Ein stillschweigender Launch ohne benannte Freigabe ist keine Option.
Phase 6: Go-live und 14 Tage beobachten
Fällig: am Launchtag sowie an Tag 1, 3, 7 und 14.
Innerhalb der ersten 30 Minuten
- Hauptdomain erreichbar, Verschlüsselung gültig.
- Startseite und wichtigste Unterseiten laden.
- Navigation, Kontaktweg und Hauptaktion funktionieren unter der echten Domain.
- Ein echter Formularversand wurde empfangen.
- Impressum und Datenschutzerklärung sind erreichbar, die Einwilligungsentscheidung greift.
- Wartungshinweise sind entfernt, die Seite ist nicht unbeabsichtigt für Suchmaschinen gesperrt.
Tritt hier ein Blocker auf, gilt: Rückfallplan ausführen, Ursache beheben, erneut freigeben.
Tag 1 und Tag 3
- Alle eingegangenen Nachrichten sind vollständig, Unzustellbarkeiten wurden geprüft.
- Häufig aufgerufene Seiten sind erreichbar, nicht gefundene Adressen werden gesammelt.
- Darstellung und Bedienung wurden auf mehreren realen Geräten kontrolliert.
- Jeder gefundene Fehler hat Einstufung, Verantwortliche und Termin.
Tag 7
- Alle Blocker und kritischen Fehler der ersten Woche sind geschlossen oder eskaliert.
- Die Kernwege wurden vollständig erneut getestet.
- Weiterleitungen und Adressen sind konsistent, die Sitemap ist aktuell.
- Der Indexierungsstatus wichtiger Einzelseiten wurde über die URL-Prüfung der Google Search Console kontrolliert.
Das Einreichen einer Sitemap ist keine Garantie für die Indexierung, sondern nur ein Hinweis an den Crawler. Bestätigen lässt sich der Status je URL über die URL-Prüfung.
Tag 14, Abschluss
- Es bestehen keine offenen Go-live-Blocker.
- Kritische Restfehler haben Termin und Verantwortlichkeit im laufenden Betrieb.
- Zugänge und Berechtigungen sind auf den notwendigen Personenkreis begrenzt.
- Sicherung und Wiederherstellung sind dokumentiert und übergeben.
- Die Projektleitung hat den Abschluss protokolliert.
Fehlerkatalog: Was blockiert den Livegang?
| Fund | Einstufung | Fälligkeit | Reaktion |
|---|---|---|---|
| Hauptdomain nicht erreichbar | Blocker | vor und direkt nach T | Launch stoppen oder zurückrollen |
| Zertifikatswarnung im Browser | Blocker | vor T | nicht veröffentlichen |
| Zentrales Formular stellt nicht zu | Blocker | vor T | Versandweg korrigieren, erneut testen |
| Falsche Kontakt- oder Preisangabe | Blocker | vor T | berichtigen und neu freigeben |
| Pflichtseite fehlt trotz Pflicht | Blocker | vor T | ergänzen und prüfen lassen |
| Tracking startet ohne Einwilligung | Blocker | vor T | Laden unterbinden, erneut testen |
| Interne oder vertrauliche Inhalte sichtbar | Blocker | jederzeit | sofort sperren |
| Hauptnavigation mobil unbedienbar | Blocker | vor T | Veröffentlichung stoppen |
| Seite unbeabsichtigt für Suchmaschinen gesperrt | Blocker | direkt nach T | Sperre aufheben und nachkontrollieren |
| Defekter Link auf einer Unterseite | kritischer Fehler | möglichst vor T | Ziel korrigieren oder Link entfernen |
| Bild leicht verzerrt | Hinweis | bis Tag 14 | in die Fehlerliste aufnehmen |
| Einzelner Tippfehler | Hinweis | bis Tag 14 | sammeln und gebündelt korrigieren |
| Kleine Layoutabweichung ohne Funktionsverlust | Hinweis | bis Tag 14 | nach Priorität beheben |
Druckbare Kurzcheckliste
- Gate 1: Ziel, Zielgruppe, Umfang, Verantwortliche, Termin freigegeben
- Gate 2: Seitenstruktur, Navigation, Inhaltsplan mit Lieferterminen freigegeben
- Gate 3: Nutzerwege, Lesbarkeit und Zugänglichkeit abgenommen
- Gate 4: Inhalte, Funktionen und rechtliche Prüfpunkte auf der Testumgebung geprüft
- Gate 5: Domain, Verschlüsselung, Sicherung, Rückfallplan bestätigt
- Gate 5: kein offener Blocker, Entscheidung schriftlich festgehalten
- T: Kernseiten erreichbar, echter Formularversand empfangen
- Tag 1 und 3: Nachrichten, Links, externe Einbindungen kontrolliert
- Tag 7: Kernwege erneut getestet, Indexierung wichtiger URLs geprüft
- Tag 14: Restpunkte mit Termin in den Betrieb übergeben, Abschluss protokolliert
Was braucht man, um eine Website zu erstellen?
Fachlich braucht es sechs Dinge, und zwar in dieser Reihenfolge: ein in einem Satz formuliertes Ziel mit benannter Zielgruppe, eine freigegebene Seitenstruktur mit Inhaltsplan, vollständige und belegte Inhalte, geprüfte Nutzerwege auf Desktop und Mobilgerät, eine funktionierende Domain mit gültiger Verschlüsselung samt erforderlichen Pflichtseiten, sowie Sicherung und Rückfallplan.
Organisatorisch braucht es zwei weitere Dinge, die häufig fehlen: benannte Verantwortliche und feste Abnahmezeitpunkte. Erst diese Kombination macht aus einer Sammlung von Seiten ein kontrolliert veröffentlichtes Projekt.
Wann ist eine Website wirklich bereit für den Go-live?
Bereit ist sie, wenn alle sechs Gates dokumentiert passiert sind und kein Punkt aus der Blocker-Spalte offen ist. Nicht jeder Schönheitsfehler verhindert den Start, und die meisten Hinweise gehören ohnehin in das 14-tägige Beobachtungsfenster. Ein offener Blocker lässt sich dagegen nicht gegen einen Wunschtermin abwägen: Eine nachvollziehbare No-Go-Entscheidung kostet ein paar Tage, ein unkontrollierter Launch mit falschen Daten, ausgefallenem Kontaktweg oder fehlender Absicherung kostet mehr.
