Motivieren Sie Menschen, Ihre Inhalte zu teilen
Erkennen Sie, was jemanden motiviert, einen Inhalt zu teilen. In diesem Beitrag von der ONMA Online Marketing GmbH erfahren Sie alles Wissenswerte.
Teilen von Inhalten ist eine Vokabel aus dem neuen Internetzeitalter. Das zugrunde liegende Prinzip ist aber so alt, wie die Menschheit selbst. Kommunikation ist ein integraler Bestandteil des sozialen Zusammenlebens und fand früher am Lagerfeuer und irgendwann in der Kneipe oder im Café statt. Auch heute ist die direkte Kommunikation bzw. das Mitteilen von interessanten Neuigkeiten oder auch nur einfach Klatschgeschichten nicht ausgestorben. Es ist allerdings mit dem Internet ein neues Medium hinzugekommen, das den Kreis der Kommunikation gigantisch erweitert hat.
Nicht mehr nur die nähere Umgebung mit Familie und Freunden gehört dazu, sondern auch viele Facebook-Freunde, die man vielleicht nie persönlich kennengelernt hat, und die auf den verschiedenen Kontinenten zuhause sein können. Früher waren es Brieffreundschaften, mit denen man sich auch über große Entfernungen mit langer Postlaufzeit austauschte, heute geht alles in Sekundenschnelle.
Wir tauschen nun viel schneller, viel häufiger und mit mehr Menschen Nachrichten und Informationen aus, und wir haben aufgrund der vielseitigeren Informationsquellen, die uns zur Verfügung stehen, auch mehr zu erzählen – also mehr Content.
Motive für das Teilen von Inhalten
Es gibt eine Reihe von Umfragen über die Motive, aber es hat sich herausgestellt, dass deren Gewichtung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ausfallen kann. In einer Studie der New York Times Insight werden als die fünf wichtigsten Motive genannt:
- anderen Menschen nützliche und unterhaltende Informationen weitergeben
- sich selbst über die weitergegebenen Informationen definieren
- Beziehungen pflegen und erweitern
- Befriedigung darüber, im Weltgeschehen involviert zu sein und durch gute Informationen Nutzen zu stiften
- andere Menschen über Ideen, Produkte und Bewegungen informieren, die einem wichtig sind
In derselben Studie werden sechs Persönlichkeitstypen identifiziert:
- der Uneigennützige – sendet Informationen, bevorzugt per E-Mail, gezielt an jemanden, um ihm bei einer Problemlösung zu helfen
- der Karrierist – intelligenter Networker, typischerweise auf LinkedIn, gibt Informationen weiter, die für Firma und Kunden nützlich sein können
- der Hipster – jung, kreativ, neigt zu Selbstdarstellung, nutzt eher Social Media als E-Mail
- der Bumerang – bereit, auch mit kontroversen Inhalten zu provozieren und erwartet entsprechende Reaktionen, Nutzer von Twitter und Facebook
- der Verbinder – kreativ, entspannt, typischer Nutzer von E-Mail und Facebook
- der Wählerische – bestens informiert und intelligent, sendet gezielt ausgewählte Informationen an Interessierte, meist per E-Mail
Nicht jeder der oben erwähnten unterschiedlichen Persönlichkeitstypen wird bereit sein, den gleichen Content zu teilen, und dazu noch auf unterschiedlichen Kanälen – von E-Mail bis zu verschiedenen sozialen Netzwerken – aktiv zu sein. Sie werden mit Ihrem Content nicht alle Persönlichkeitstypen gleichmäßig erreichen können und sollten versuchen, sich mit einer Teilgruppe zu identifizieren.
Welcher Content wird gern geteilt?
Nicht jeder Content wird geteilt. Eine unabdingbare Voraussetzung ist die Qualität des Contents. Was aber als Qualität und als teilenswert angesehen wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Die am häufigsten geteilten Inhalte mögen nicht alle Ihren Vorstellungen und Erwartungen entsprechen und scheinen auf den ersten Blick, wenig mit den Inhalten eines Unternehmens zu tun zu haben. Dennoch vermittelt uns diese Liste gewisse Einsichten, die wir nutzen können. Nach einer Studie sind dies Inhalte mit folgenden Charakteristika:
- Humor
Humoristischer Content ist eine der am häufigsten geteilten Arten von Content. Wenn Sie selbst herzhaft lachen, wollen Sie auch Ihre Freunde zum Lachen bringen und posten den Beitrag oder das Video auf Ihrer Facebook Seite.
- Inspiration
Inspirierender Inhalt, seien es neue Einsichten und Ideen, künstlerische Inspirationen oder gar Verrücktheiten wie die Ice-Bucket-Challenge, können sich im Idealfall vital verbreiten, wenn sie den richtigen Nerv treffen.
- Niedliches
Hierunter fallen die von vielen geliebten und von vielen gehassten Videos von Katzen und anderem niedlichen Getier. Sorry, Katzen und Babys sind sicher nicht das Gleiche, aber Babyvideos gehören auch in diese Kategorie.
- Schockierendes
Wenn man auf etwas Schockierendes stößt, ist die Neigung groß, es mit anderen zu teilen.
- Nostalgisches
Jemand findet alte Fotos aus Schulzeiten oder teilt andere Erinnerungen aus alter Zeit oder von Orten, an denen man die Kindheit oder gemeinsame Zeiten verbracht hat.
Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Content geteilt wird?
Auch wenn Ihr Content nichts mit Katzenvideos gemein hat, können Sie dennoch dafür sorgen, dass er in sinnvoller Weise geteilt wird. Um die Wahrscheinlichkeit des Teilens zu erhöhen, sollten Sie einige Dinge beachten:
- Ihr Content muss auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten sein.
- Ihr Content muss neue und relevante Informationen liefern, die einen klaren Mehrwert bieten.
- Ihr Content muss glaubhaft sein.
- Formulieren Sie eine kurze, aber aussagekräftige Überschrift.
- Der Content sollte leicht verdaulich sein, stellen Sie langweilige Statistiken als Infografik dar.
- Die Form der Präsentation muss ansprechend und attraktiv sein.
- Sie sollten eine ausreichende Anzahl von Fans haben, die Ihre Seite geliked haben, oder sich als Freunde, Follower oder “in circle” verstehen.
- Unter diesen Followern oder Freunden sollten einige Multiplikatoren bzw. Meinungsführer oder Influencer sein, die eine gewisse Autorität haben und für Weiterverbreitung sorgen können.
Finden und involvieren Sie die Meinungsführer in Ihrer Nische
Da Sie in Ihrer Nische oder Segment aktiv sind, kennen Sie sicher die wichtigsten Meinungsführer und wissen, ob und in welchen Netzwerken diese aktiv sind. Suchen Sie mit entsprechenden Keywords auf Facebook und LinkedIn nach für Sie interessanten Personen. Ergänzen Sie diese Liste mithilfe eines Tools wie beispielsweise followerwonk, das in der Basisversion kostenlos ist. Es hilft Ihnen, die Profile von Twitter-Usern nach bestimmten Suchbegriffen zu durchsuchen und gibt Ihnen eine entsprechende Liste mit Zahlen zu deren Followern und ihrer sozialen Autorität. Geben Sie als zusätzlichen Suchbegriff “Deutschland” ein und Sie erhalten nur die für Sie geografisch relevanten User. Sie können nun ganz leicht feststellen, was diese Meinungsführer für Content posten oder retweeten. Versuchen Sie, zunächst einen indirekten Kontakt aufzubauen. Beteiligen Sie sich an Diskussionen oder teilen Sie deren Content, zu dem Sie einen positiven Kommentar hinzufügen.
Fazit
Die beste Motivation, einen Inhalt zu teilen, kommt aus dem Menschen selbst heraus. Wenn man sich nicht mit dem Content identifizieren kann oder ihn für wenig nützlich oder uninteressant hält, wird man ihn auch nicht teilen. Letztlich reflektiert das, was man empfiehlt, auf einen selbst. Wenn aber diese minimale Voraussetzung geschaffen ist, gilt es, den Content gezielt in den sozialen Netzwerken zu posten und insbesondere auch den Meinungsführern nahezubringen, die als Multiplikatoren fungieren können.
