So maximieren Sie Ihre Social Signals bei Google
Maßnahmen für mehr Social Signals, um mehr Traffic und größere Reichweite zu erhalten, was letztlich auch dem Ranking zugutekommt. Lesen Sie mehr.
So maximieren Sie Ihre Social Signals bei Google
Die sozialen Medien haben sich im Zeitalter der Kommunikation voll etabliert und sind nicht mehr wegzudenken. Dies umso mehr seit sie mittels Smartphones und Tablets über die modernen Telekommunikationsnetze wie 4G und LTE eine unglaubliche Verbreitung erhalten haben.
Insbesondere Smartphones haben sich in allen Teilen der Welt, selbst teilweise in der mit Festnetzen schlecht ausgestatteten Dritten Welt, durchgesetzt. Sie dienen nicht nur der Organisation von Flashmobs, sondern wurden auch integraler Bestandteil der Kommunikation während der arabischen Revolutionen und in der Ukraine.
Familien und Freunde können durch sie über Kontinente hinweg engen Kontakt halten. Informationen und Neuigkeiten können praktisch ohne Zeitverlust geteilt werden und sich rasend schnell um den Globus verbreiten. Mehr und mehr Unternehmen entdecken diese Netzwerke als attraktives und kostengünstiges Medium, um ihre Marken zu etablieren, Fangemeinden aufzubauen und letztlich auch ihre Produkte zu verkaufen.
Was sind Social Signals?
Social Signals sind Reaktionen eines Users auf einen Post in den sozialen Medien. Hierzu zählen:
- Abstimmungen, wie likes, oder +1
- Posts auf Facebook, WordPress, Tweets
- Teilen sowie Retweets und Reposts
- Kommentare auf Posts und geteilte Inhalte
- Bookmarks, wie Socialbookmarking auf Seiten wie Delicious und Diigo
Je nach Netzwerk gibt es unterschiedliche Arten oder Benennungen der Reaktionen. Facebook hat das ursprüngliche “Like” oder “Gefällt mir” ergänzt durch die Reaktionen Love, Haha, Wow, Traurig, Wütend, um den Usern mehr Möglichkeiten zu geben, adäquat auf Posts reagieren zu können. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder den Post zu teilen. Bei Twitter sind die möglichen Reaktionen bzw. Signale: Antworten, Retweeten oder Gefällt mir. Es gibt auch die Möglichkeit, den Tweet per Direktnachricht zu teilen oder einen Link zum Tweet zu kopieren, den Sie per regulärer E-Mail versenden können. Interessant ist die Möglichkeit des Einbettens in Ihre Webseite. Zu diesem Zweck können Sie den bereitgestellten Code kopieren und ganz einfach in Ihre Webseite einfügen. Bei Google+ ist das Äquivalent zum “Gefällt mir” das +1. Neben der Teilungsmöglichkeit innerhalb Google+ und der Möglichkeit, den Link zu kopieren, kann auch direkt in Richtung Facebook oder Twitter geteilt werden.
Die Kontroverse zu Social Signals als Rankingfaktor
Social Signals kann man als Empfehlungen eines Inhaltes oder Links verstehen, ein “Gefallt mir” oder das entsprechende Äquivalent in den anderen Netzen ist ein Zeichen, dass man den Beitrag gelesen hat und positiv bewertet. Das Teilen ist eine noch deutlichere Empfehlung, da man schon etwas deutlicher hinter dem Inhalt stehen muss. Man will sich schließlich nicht mit dem Teilen eines schlechten Inhalts blamieren. Es wäre also durchaus sinnvoll und logisch, wenn diese Signale in die Bewertung eingehen würden. Google hat aber seit 2012 bis heute in regelmäßigen Erklärungen wiederholt, dass Social Signals keinen Rankingfaktor darstellen. Dies läge an dem enormen Datenvolumen der sozialen Medien, das man derzeit noch nicht bewältigen könne. Die Zahl der neuen Tweets auf Twitter beispielsweise liegt bei etwa 9.000 pro Sekunde. Auf der anderen Seite lassen sich auch über Google Analytics sehr wohl Daten über den
Traffic
und Interaktionen aus den sozialen Medien analysieren. Seit 2015 ist Google zudem eine Partnerschaft mit Twitter eingegangen und hat nunmehr direkten Zugang zu dem Stream von Tweets in Echtzeit, der auch “firehose” genannt wird. Ob und wann Tweets jedoch in den Suchergebnissen auftauchen werden, bleibt abzuwarten. Ebenso unklar ist, ob, wann und wie die Integration der Daten anderer Netze erfolgen wird. Angesichts der wachsenden Bedeutung der sozialen Medien wird sich Google sicher etwas einfallen lassen. Möglicherweise liegt der wahre Grund für Googles Zurückhaltung bei den Erläuterungen darin, dass man massive Manipulationen befürchtet, falls der wahre Einfluss von Social Signals bekannt wird. Den Aussagen von Google stehen aber Erfahrungsberichte einiger Blogger und Internet Marketing-Spezialisten entgegen, die durchaus einen deutlichen Effekt von verstärkten Aktivitäten in den sozialen Medien auf das Ranking ihrer Webseiten beobachtet haben. Jedoch konnte ein kausaler Zusammenhang bisher nicht nachgewiesen werden.
Der Effekt von Social Signals auf Ihre Webseite
Eigentlich ist es müßig, sich darüber zu streiten, ob
Social Signals
einen Rankingfaktor darstellen oder nicht. Ein direkter Einfluss mag nicht vorhanden sein, dafür spricht auch, dass eventuelle Links aus den Netzen in der Regel nofollow sind. Es spricht jedoch einiges dafür, dass von ihnen zumindest ein indirekter Effekt ausgeht. Wenn nämlich Ihr Inhalt massenhaft über die sozialen Netze geteilt wird, ist Ihnen eines sicher: mehr Traffic und größere Sichtbarkeit. Dies wiederum kann zu mehr themenrelevanten
Backlinks
führen. Eine große Zahl von Followern kann und wird auch als Vertrauensbeweis angesehen, zumindest bei den Nutzern der sozialen Medien.
Sonderfall Google+
Unter den sozialen Medien ist Google+ ein absoluter Neuling, der erst in 2011 an die Öffentlichkeit getreten ist. Als Nachzügler liegt Google+ bei der Marktdurchdringung weit abgeschlagen zurück. Auch die Zahl der aktiven Nutzer liegt weit unter der Zahl der registrierten Nutzer. In 2015 spekulierte das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes sogar über das mögliche baldige Ableben von Google+. Dies scheint eine etwas zu pessimistische Meinung zu sein, denn letztlich gehört dieses Netz zum Imperium des mit Abstand bedeutendsten Internet-Unternehmens. Google+ bietet gegenüber den anderen sozialen Netzen den Vorteil, dass Posts und die darin enthaltenen URLs sehr schnell gecrawlt und indexiert werden. Ein Post in Google hat zudem den Charakter eines vollwertigen Blogposts mit eigener URL.
Lassen Sie Ihre Besucher Social Signals generieren
Platzieren Sie Buttons für die sozialen Medien auf Ihren Webseiten. Es gibt zwei Typen: einer, der Ihren Besuchern die Möglichkeit gibt, Ihrer Webseite zu folgen und einen zweiten Typ, mit dem Ihre Besucher bei Gefallen Ihren Content bequem teilen können. Diese Buttons können Sie für alle Netze erhalten. Die am häufigsten verwendeten Buttons sind die für Facebook, Twitter und Google+. Je nach Ihrem Zielpublikum und Ihrem Content können jedoch auch Buttons von Pinterest, Instagram, LinkedIn, Tumblr, Xing oder StumbleUpon von Interesse sein. Sie sollten aber auch in jedem Fall die Option anbieten, Ihren Content per E-Mail zu teilen, da viele Nutzer diese direktere und persönlichere Art der Kommunikation vorziehen. Diese Buttons stehen in verschiedenem Design und Größe, mit oder Zähler, zur Verfügung.
Weitere Maßnahmen für mehr Social Signals
Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Chancen auf vermehrte Social Signals zu erhöhen:
- Posten Sie in den sozialen Medien einen Link, wenn Sie einen neuen Inhalt auf Ihrer Webseite platziert haben, um auf ihn aufmerksam zu machen.
- Wenn Sie Kontakt zu den Meinungsführern und Multiplikatoren in Ihrer Nische haben, informieren Sie sie über die neuen Inhalte.
- Wer die Meinungsführer und Multiplikatoren (Influencer) sind, können Sie auch über verschiedene Analyse-Tools herausfinden. Reposten oder retweeten Sie deren Content, wenn er thematisch zu Ihnen passt, am besten mit einem relevanten und aussagefähigen Kommentar Ihrerseits. Substanz ist gefragt, nicht nur ein einfaches “Super” oder “Mega-irgendwas”.
- Nehmen Sie an öffentlichen Facebook-Gruppen in Ihrer Nische teil bzw. in den Communities von Google+.
- Nutzen Sie korrekte Hashtags für Ihre Tweets, um gezielt die interessierten User zu erreichen.
- Kommentieren Sie andere Posts im gleichen Themengebiet und demonstrieren Sie Kompetenz.
- Bei Facebook-Posts sollten Sie Open Graph Tags verwenden, um Rich Snippets zu erzeugen.
Kontrollieren Sie den Erfolg der Maßnahmen
Sie sollten sorgfältig und regelmäßig den Erfolg Ihrer Maßnahmen kontrollieren. Sie werden bald merken, welche davon den größten Effekt haben und welche nicht. Manche benötigen etwas Zeit und Sie sollten deswegen keine Maßnahme zu früh aufgeben. Verschiedene Tools verschaffen Ihnen gute Einsichten in den Traffic, allen voran Google Analytics, das Sie wahrscheinlich sowieso schon nutzen. Es zeigt Ihnen, von welchen Netzwerken der Traffic kommt, welche Aktionen die Besucher vorgenommen haben, beispielsweise Likes, Teilungen, Kommentare, Konversionen und mehr. Aber es gibt auch für die einzelnen Netze spezielle Analyse-Tools. Bei Facebook gibt es Facebook Insights, das umfangreiche Statistiken über Ihre Facebook Seite liefert, auch mit Grafiken, die die Entwicklung im Zeitverlauf zeigen. Ähnliches finden Sie bei Twitter und Google+. Sehr komfortabel sind einige Analyse-Tools von Drittanbietern, die Analysen für mehrere Netzwerke gleichzeitig liefern und somit eine deutliche Arbeitserleichterung darstellen. Einige benachrichtigen Sie zudem, wenn Ihr Content irgendwo erwähnt oder geteilt wird. Die meisten von ihnen sind kostenpflichtig mit einer monatlichen Lizenzgebühr, haben aber oft eine kostenlose Einsteigerversion mit begrenztem Leistungsumfang. Für kleinere Accounts reichen diese Versionen oft aus. Hier sind einige Beispiele ohne jegliche Wertung, neue Tools kommen gelegentlich hinzu:
AgoraPulse, BuzzSumo, Hootsuite, Klout, Little Bird, quintly, Social Mention
Fazit
Die Frage, ob Social Signals sich auf das
Ranking
Ihrer Webseite auswirken und wenn ja, direkt oder nur indirekt, lässt sich nicht so leicht beantworten. Insbesondere Google lässt sich nicht gern in die Karten schauen, um möglichen Manipulationsversuchen vorzubeugen. Die Erfahrungsberichte vieler Online Marketing Spezialisten sprechen aber dafür, dass es eine deutliche und messbare Wirkung gibt. Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung der sozialen Medien durch vermehrte Nutzung von Smartphones und Tablets ist es unumgänglich, dieses bedeutende Segment mit in die Marketingstrategie einzubeziehen und zu nutzen.
