Backend: die Geschäftsregel gehört in den Code
Das Backend ist die Instanz, die entscheidet. Es prüft, ob eine Person auf einen Datensatz zugreifen darf, ob ein Vorgang freigegeben ist, welcher Wert berechnet wird und was an ein angebundenes System übergeben wird. Alles, was der Browser anzeigt, ist eine Darstellung dieser Entscheidung, niemals ihr Ersatz.
Typische Aufgaben individueller Backend-Logik sind mehrstufige Freigaben, rollenabhängige Zugriffsrechte, Berechnungen mit Plausibilitätsprüfung, Statuswechsel mit definierten Folgeaktionen, zeitgesteuerte Verarbeitung, Import und Export großer Datenbestände sowie eine Protokollierung fachlich relevanter Änderungen. Wichtig ist dabei weniger die einzelne Funktion als die Frage, wo eine Regel genau einmal steht. Eine Rabattgrenze, die an vier Stellen implementiert ist, wird irgendwann an drei Stellen falsch sein.
Für PHP-Anwendungen arbeiten wir je nach Ausgangslage mit etablierten Frameworks. Laravel ist ein quelloffenes PHP-Framework, das 2011 von Taylor Otwell erstmals veröffentlicht wurde. Symfony erschien 2005 bei SensioLabs, und seine Komponenten werden bis heute in zahlreichen anderen PHP-Projekten wiederverwendet. PHP ist laut W3Techs die am weitesten verbreitete serverseitige Programmiersprache im Web, was für mittelständische Unternehmen einen sehr praktischen Vorteil hat: Know-how, Hosting und Werkzeuge bleiben langfristig verfügbar, auch wenn ein Team wechselt. Ausschlaggebend bleibt trotzdem die Eignung für den konkreten Fall, nicht die Verbreitung.






